Grenchen
Trampoline in Grenchner Familiengärten werden nicht verboten

Trampoline sollen im Grenchner Familiengarten weiterhin erlaubt sein. Ein Antrag eines Parzellenbesitzers für ein Verbot wurde von der Versammlung des Familiengartenvereins abgelehnt.

Kaspar Haupt
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Solche Trampoline, wie hier beim Kinderheim Prêles, sollen auchzukünftig in den Familiengärten erlaubt sein.

Solche Trampoline, wie hier beim Kinderheim Prêles, sollen auchzukünftig in den Familiengärten erlaubt sein.

Andreas Toggweiler

Den Besuch von 143 Mitgliedern zur 35. Generalversammlung des Familiegartenvereins «darf man als Grossaufmarsch bezeichnen», äusserte sich der Präsident Josef Marti. Hocherfreut war Marti auch über den Besuch von Stadtpräsident François Scheidegger und einer Delegation des ornithologischen Vereins.

Scheidegger zeigte sich beeindruckt von der speditiven Abwicklung der Vereinsgeschäfte. Er lobte den Ablauf der Versammlung und die Disziplin. «Es gehört alles dazu: wie man miteinander redet und vor allem, dass man auch zuhört», betonte er.

Er habe den Eindruck gewonnen, dass der Familiengartenverein ein lebendiger Verein sei, der auch finanziell gesund sei. «Im Nachhinein kann ich nur feststellen», sagte der Stadtpräsident, «dass es ein richtiger Entscheid der Stadt Grenchen war, dem Antrag der Hobbygärtner zuzustimmen.

Ein Gebiet wurde geschaffen, das sich durch viel Fronarbeit heute als ein herrliches, nicht mehr wegzudenkendes Freizeitgebiet mit einer Top-Infrastruktur präsentiert.»

Trampoline nur Lärmverursacher?

Ein heikles Thema beschäftigte im Lauf des Sommers den Vorstand: die Trampoline in den Familiengärten. Wegen zu grosser Lärmbelastung sei von einem Parzellenbesitzer ein Antrag eingegangen, der den Vorstand aufforderte, Trampoline innerhalb der Parzellen nicht mehr zuzulassen. Denn Schrebergärten seien kein Rummelplatz.

Dagegen votierten hauptsächlich jüngere Parzellenbesitzer. «Wir sind ein Familiengartenverein, wo sich auch Kinder aufhalten und spielen dürfen. Auch wenn hin und wieder ein kleines Familienfest stattfindet, so solle man auch ein wenig tolerant sein. Zu bedenken sei vor allem, dass die Kinder unser Nachwuchs sind, argumentierten die Gegner eines Verbotes.

Auch der Grossteil der Versammlung votierte: Wenn sich alle Mitglieder an die Vorschriften und Reglemente halten, Rücksicht auf den Nachbarn walten lassen, so sei allen gedient. Mit deutlichem Mehr lehnte die Versammlung den Antrag ab.

Speditiver Ablauf

Als sehr dringlich bezeichnete Präsident Josef Marti das «Projekt Sickerwasser» (Oberflächenwasser im Bereich der Parzellen 154 und 140), das unbedingt im Jahr 2014 realisiert werden müsse.

Ohne Diskussionen wurde die von Rolf Vogt vorgelegte Rechnung angenommen, die mit einem Gewinn abschliesst. Unverändert blieb der Jahresbeitrag von jährlich 218 Franken. Der Etat für 2014 schliesst, bedingt durch einige Investitionen, mit einem Minusbetrag ab. Ebenfalls will man für die GV 2015 die Statuten überarbeiten.

Präsident Josef Marti teilte der Versammlung noch mit, dass offiziell die neue Saison am 22. März mit der Eröffnung des Restaurants und Clubhauses beginnt.