Grenchen
«Tout Granges» zeigte sich am Sonderschulfest

Auch die 29. Austragung des Sonbre-Festes, dem Fest der Grenchner Sonderschule, war ein voller Erfolg – über 500 Besucher liessen sich vom einzigartigen Charme verzaubern.

André Weyermann
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Wer am Sonbre fehlt, ist selber schuld
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Urs Wirth freut sich über die vielen Besucher
Sonbre - das Fest der Sonderschule Grenchen
Etwas vom Besten am Sonbre sind die Gaumenfreuden
Konzentration beim Mühle-spielen

Wer am Sonbre fehlt, ist selber schuld

André Weyermann

Es ist und bleibt einer der angesagtesten Begegnungsorte in Grenchen: Am Fest im Garten der Heilpädagogischen Sonderschule muss man einfach dabei gewesen sein. Behinderte begegnen ungezwungen Nichtbehinderten, Familien, Freunde und Bekannte treffen sich - und nicht zuletzt wird man gesehen und sieht. Offenbar haben auch die Wettergötter ihre helle Freude am fröhlichen Festtreiben, denn auch die diesjährige Ausgabe fand bei tollstem Sommerwetter statt.

Mit nasser Abkühlung

Der Nachmittag gehört jeweils den Kindern. Trotz «sauheissen» Temperaturen genossen 60 Kids engagiert den von den Kiwanern betreuten Spielplausch. Dass Schulleiter Urs Wirth kurzerhand eine Wassersprüh-Anlage von seinem Garten in die Sonderschule verfrachtet hatte, steigerte den Enthusiasmus der Mitmachenden noch zusätzlich.

So verlustierten sich die Kinder beim Glücksfischen, liessen sich mittels Airbrushing verschönern, zeigten ihre Geschicklichkeit bei diversen Spielen oder löschten ihren Durst beim Sirupbähnli.

Leckerbissen für Bauch und Ohr

Einstige Schüler und Mitarbeiter trafen sich danach beim Ehemaligen-Apéro, welches jeweils von der Abschlussklasse der HPS organisiert wird. Gleichzeitig nahm die Sommerparty so richtig Fahrt auf. Die Schlange beim Fischstand der Wandfluh-Küche schien zwar weniger gross als auch schon - aber offensichtlich haben sich die Festbesucher diese Jahr einfach besser organisiert. Denn die 120 Kilo Filets waren auch diesmal wieder gegen 21 Uhr bis auf das letzte goldene Stücklein verputzt .Auf kulinarische Freuden musste man deswegen nicht verzichten. Denn auch aus Peter Neuhaus' Küche duftete es verführerisch und manch ein hungriger Magen wurde mittels Hamme gestillt.

Pascal Studer sorgte unterdessen für musikalische Stimmung. Schlager, Evergreens und Standards von Harry Belafonte über Boney M. bis hin zu den bluesigen «CCR» überzogen den lauschigen Festplatz. Zunächst schienen die Klänge lediglich als Hintergrundmusik zu dienen. Als jedoch die Sommerhitze etwas milderen Temperaturen Platz gemacht hatte, liess sich manch einer und manch eine zu einer angenehmen Bewegungstherapie mittels Schwingen des Tanzbeines verführen. Etwaiger Kalorienverlust konnte danach in der Sonbre-Bar spielend wieder wettgemacht werden.

Jubiläum im nächsten Jahr

Ob des gelungenen Anlasses konnte der Schulleiter ein durchwegs positives Fazit ziehen: «Mein Dank gebührt vor allem den 80 Helferinnen und Helfern, ohne die ein solcher Anlass gar nicht durchzuführen wäre. Dazu kann ich mich seit Jahren auf ein gut eingespieltes OK verlassen.» Gleichzeitig wagte Urs Wirth einen Ausblick auf das Jubiläumsfest 2013: «Es versteht sich von selbst, dass wir etwas Spezielles planen. Auch dank Sponsoring konnten wir zum Beispiel die schweizweit bekannte Band ChueLee engagieren. Dazu werden wir ein Festzelt stellen und der ganze Anlass wird bereits am Freitag beginnen, wie immer am ersten Wochenende nach den Schulsommerferien.

Man kann sich also auf eine weitere sympathisch-ausgelassenen Sommerparty in einem Jahr freuen. Und die Wette gilt: «Petrus wird wiederum für Sonbre-Wetter sorgen.»