Nachdem die Hilari Brothers, traditionell schwarz gekleidet, mit herzerfrischender Spiellaune schon mal richtig einheizten, setzen die Schwarzmeerfrösche neben den akustischen Tönen auch erste optische Farbtupfer durch ihre knallgelb leuchtenden Kopfbedeckungen. Nach einem Intermezzo der Schuelschwänzer gabs eine gewaltige Symphonie an kakofonischen Klängen durch die Krachwanzen aus Bettlach. Die Bettlacher Formation begeisterte nicht nur in ihren nachtblauen Kostümen, sondern ihr kompakter Auftritt wurde zu einem fulminanten Knallbonbon schräger Töne.

Eine gewaltige Symphonie der Disharmonie

Doch es kam noch besser. Gemeinsam mit den Schnabuwetzern Selzach liessen sie die Grenchner Guggenight zu einer gewaltigen Symphonie der Disharmonie werden. Die beiden Formationen als riesiger Klangkörper wurden zum Nabel der Guggenight in Sachen Fasnachtsmusik.

Von diesem musikalischen Spektakel wurden nicht nur Besucher überrascht, sondern auch das «Committee Arlon Belgium Carnival». Eine Delegation belgischer Narrenfreunde ist zu Gast bei den Schnabuwetzern, die dann mit dem Besuch in Arlon ihr fasnächtliches Engagement beschliessen werden.

Natürlich ist nach einer solch machtvollen Guggendemonstration für die nächste Formation der Auftritt besonders schwer. Doch die Froschzunft setzt statt mehrerer Drummer als rhythmisches Schlagwerk, gerade mal einen Drummer ein. Dafür wird die Equipe von einem Elektrobass begleitet. So wurde die Guggenight auch zur musikalischen Stilwanderung, dass die Exoten in Sachen Fasnachtsmusik, die Cocoloris, durch ihre eigenwillige Instrumentation und Arrangements unterstrichen. (khg)