Tierschutz
Tierschutz half den Katzen mehrmals

Am Samstag berichtete das Grenchner Tagblatt über Hintergründe zu den vier Katzen, die ein randständiger Mann im Juli aus dem zweiten Stock eines Hauses an der Däderizstrasse geworfen hatte – drei Katzenwelpen starben dabei.

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Vier Katzen wurden im Juli aus dem Fenster geworfen. (Symbolbild)

Vier Katzen wurden im Juli aus dem Fenster geworfen. (Symbolbild)

Keystone

Die Tiere gehörten offenbar der Freundin des Randständigen, die bis vor kurzem in Staad zahlreiche Katzen hielt. Zum Artikel macht die Präsidentin des Tierschutzes Grenchen, Barbara Banga-Schaad, folgende Präzisierungen:

Der Tierschutz Grenchen war nicht nur einmal vor Ort, sondern mehrere Male in den letzten Jahren. Bereits vor zwei Jahren habe der Tierschutz über Wochen den ganzen Katzen-Bestand der Frau kastrieren lassen.

Und die Frau besass offenbar nicht wenige Tiere in ihrer Wohnung. «Über 20 Katzen haben wird damals übernommen», so Banga. Danach sei auch der Verkauf der Katzenwelpen zur Aufbesserung des Budgets nicht mehr möglich gewesen. «Nach diesem Zeitpunkt hat die Frau keine Katzenwelpen mehr zum Verkauf angeboten», so Barbara Banga. «Der Kanton und die Beiständin der Frau wurden durch uns über die Missstände informiert.»

«Gratis-Entsorgung» über Tierschutz

Ein weiteres Mal sei es dann diesen April zum Kontakt mit der Frau gekommen. – Damals brannte es in der Wohnung der Frau. In der Folge habe die Frau den Grenchner Tierschutz kontaktiert. «Wir haben wiederum vier Katzen als Findeltiere übernommen – ohne Kostenfolge für die Frau», so Banga.

Die Frau habe allerdings vier Katzen behalten. Als sie schliesslich aus der Wohnung in Staad auszog, wollte sie sich offenbar auch von diesen Tieren trennen. «Diese vier Katzen wollte sie dann, kurz vor dem Umzug, auch wieder über den Tierschutz kostenlos ‹entsorgen›», schreibt Banga.

Tiere ins Tierheim Aarebrüggli

Damals habe der Tierschutz die Frau jedoch aufgefordert, die Tiere im Tierheim Aarebrüggli gegen die übliche Abgabegebühr abzugeben. Dies geschah offenbar nicht. «Nach dem Umzug erhielten wir die Meldung, dass die Katzen noch vor Ort seien», so Banga.

Bei zwei Besuchen bei der verlassenen Wohnung habe der Tierschutz jedoch keine Katzen gefunden. «Wir bitten die Menschen vor Ort die Tiere einzufangen und sie im Aarebrüggli abzugeben.»

(Mgt/lfh)