Grenchen

«Tanzen gibt Selbstvertrauen»: Diese beiden lehren das Cheerleading

In Cheerleader-Pose: Elena Caracciolo (unten) und Océane Thai.

In Cheerleader-Pose: Elena Caracciolo (unten) und Océane Thai.

In Grenchen startet ein Cheerleading-Kurs für Teenager. Getanzt wird jeden Mittwoch in der Turnhalle Bachtelen.

Cheerleading ist tief in der amerikanischen Kultur verankert. Ursprünglich darauf beschränkt, eine Sportmannschaft mit einstudierten Choreografien anzufeuern, so ist es inzwischen auch eine eigene Sportart mit eigenen Wettkämpfen geworden.

In der Schweiz ist das Cheerleading jedoch noch nicht weit verbreitet. Zwei Tänzerinnen der Tanzgruppe Flawless, Océane Thai und Elena Caracciolo, bieten nun ab heute Mittwoch wöchentlich um 17.30 Uhr einen Cheerleading-Kurs in der Turnhalle Bachtelen an. Er richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren. Die Initiative für einen solchen Kurs ging vom Verein friss!kultur aus, der den Anlass im Hintergrund organisiert und sich sehr darüber freut, die beiden als Tanzlehrerinnen gefunden zu haben. Mit diesem Projekt will friss!kultur den Grundsatz «von Jungen für Junge» fördern.

Fundierte Tanzerfahrung

Thai und Caracciolo sind selbst keine Cheerleader, finden jedoch diese Sportart sehr spannend, da in ihr Turn-, Akrobatik- und Tanzelemente vereint werden. Auch können sie auf fundierte Erfahrung im Tanzmetier zurückgreifen. Für mehrere Jahre besuchten sie die Streetdance-Schule von Sarah Cattin-Steiner und gründeten anschliessend 2016 zusammen mit drei anderen Girls die Streetdance-Gruppe Flawless, damals im Alter von 14 und 15 Jahren. Im gleichen Jahr qualifizierte sich Flawless nicht nur für die Schweizermeisterschaften, sondern erlangte dort den dritten Platz, was sie zur Teilnahme an der Weltmeisterschaft berechtigte.

Die beiden Tänzerinnen waren von der Idee eines solchen Kurses sehr angetan, denn dadurch gibt es nun ein neues Angebot in Grenchen. «Regelmässiges Cheerleading wird in der Schweiz momentan nur in den grossen Städten angeboten», erklärt Caracciolo. Sie freuen sich sehr, dass der Kurs auf Interesse stösst: Inzwischen haben sich vierzehn Mädchen und Jungen angemeldet.

Es soll Spass machen

Den beiden jungen Tanzlehrerinnen ist professionelles Tanzen ein Anliegen. Auch die Freude am Tanzen wollen sie vermitteln. «Tanzen soll vor allem Spass machen. Uns gab das Tanzen viel Selbstvertrauen und es ist etwas vom Schönsten, das Hobby miteinander zu teilen», findet Thai. Tanzen verbinde, stärke den Teamgeist und das Vertrauen im Team.

Über Youtube-Videos bereiten sie sich auf die Kurse vor. Die Teilnehmenden werden verschiedene Choreografien und die Grundschritte des Cheerleading lernen. Gleichzeitig soll aber auch auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingegangen werden. Sie sollen eigene Ideen einbringen können. Je nach dem, was sich ergibt, könnten sich die beiden jungen Tanzlehrerinnen vorstellen, mit dem Cheerleading-Team aufzutreten. Thai: «Aber nur, wenn dies vom Team gewünscht wird, aufzwingen wollen wir es niemandem».

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