Grenchen, das ehemalige Bauerndorf. Das sieht man nicht nur in Staad. Bei der Abzweigung Archstrasse/Staad-strasse hatte Bauer Kurt Übersax heuer Brotgetreide angepflanzt, nicht weniger als 8 Hektaren am Stück, was sicher eines der grössten Weizenfelder in der Region ergab. «Es hat sich durch die Fruchtfolge so ergeben», erklärt der Bauer auf Anfrage.

Normalerweise würden auf dem Landstück, das teilweise ihm selber gehört, teilweise von der Stadt gepachtet ist, mehrere verschiedene Produkte angebaut.

Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil: zur Ernte des Feldes waren gleich zwei grössere Mähdrescher während mehr als zwei Stunden im Einsatz, bis das Korn abgeerntet und in die bereitstehenden Wagen verladen war. Es wurde laut Übersax’ Angaben an die Landi Solothurn geliefert. Mit der Qualität sei er trotz der frühen Ernte zufrieden.

In einem der beiden Mähdrescher des Lohnunternehmers Willi aus Schnottwil machen wir den Selzacher BDP-Kantonsrat Markus Dietschi aus. Er steuert das Ungetüm in einem strikten Nord-Süd-Kurs durch das riesige Feld. Am Ende bleibt nur noch ein dreieckiger Spickel übrig, den die Maschine auch noch willig verschlingt. Auf dem Feld zurück bleibt das Stroh, welches später mit einer anderen Maschine zu Ballen gebunden werden.

«Zurzeit sind wir fast Tag und Nacht im Einsatz», erklärt Dietschi. In der Tat sei man mit der Weizenernte aufgrund des warmen Junis ausserordentlich früh dran. Dies bestätigt auch Wallierhof-Direktor Jonas Zürcher. Normalerweise fange die Weizenernte in den tieferen Lagen erst Mitte Juli an und dauert in den höheren bis Mitte August an. Von den 34'000 ha Landwirtschaftsfläche im Kanton Solothurn würden 24 Prozent für Getreide- und Maisanbau genutzt. Der bei uns angebaute Weizen werde zu 90 Prozent für die Nahrungsmittelproduktion (Mehl) verwendet.