Nominationsversammlung

SVP Solothurn-Lebern will zwei Solothurner Sitze verteidigen

v.l.: Carsten Thürk, Roberto Conti, Stephanie Ritschard und Pascal Käser.

v.l.: Carsten Thürk, Roberto Conti, Stephanie Ritschard und Pascal Käser.

Drei Männer und eine Frau wurden für die Nationalratsliste der SVP Solothurn-Lebern nominiert – mit einer Kampfwahl.

Mit Stephanie Ritschard, Roberto Conti, Pascal Käser und Carsten Thürk schickt die SVP Amteipartei Solothurn-Lebern vier Personen ins Rennen, um die beiden Solothurner SVP-Nationalratssitze zu verteidigen. Die Nomination der Kandidierenden an einer Versammlung in Grenchen war unter den Stimmberechtigten unbestritten.

Conti auf der Hauptliste

Um den begehrten Platz auf der Hauptliste kam es allerdings zu einer Kampfwahl zwischen den beiden Kantonsräten Roberto Conti (Bettlach) und Stephanie Ritschard (Riedholz). Die Urnenabstimmung fiel letztlich mit 9 zu 1 deutlich zugunsten von Conti aus.

Vier Listen will die Volkspartei für die kommenden Wahlen zustande bringen. Nebst besagter Hauptliste, auf der auch die bisherigen Nationalräte Walter Wobmann und Christian Imark vertreten sind, sollen unter anderem auch die Vertreter der JSVP zum Zuge kommen. Diese präsentierte auch gleich ihre eigenen Kandidaten: Robin Kiefer und Mischa Wyss.

«Das Klima ist giftig», beschrieb Kantonsrat und SVP-Amteiparteipräsident Roberto Conti die Stimmung rund um die Selbstbestimmungsinitiative (SBI). Parteien, Juristen, Richter – alle würden via Medien gegen die SVP schiessen. Die Volkspartei gegen den Rest. Diese Aussage war das dominierende Thema an der Nominationsversammlung der SVP Amteipartei Solothurn-Lebern im Airporthotel in Grenchen. Conti erklärte weiter: Während seine Partei einen moderaten Stil pflege und dabei sachlich bleibe, erzähle die Gegenseite Unwahrheiten, um die Bevölkerung zu verunsichern. Im gleichen Atemzug werde der Volkspartei zudem vorgeworfen, dass sie auf den Plakaten nicht zu ihrer eigenen Initiative stehen könne.

SBI-Gegner «grauenhaft»

Ins gleiche Horn stiess Gastreferent Nationalrat Walter Wobmann: «Was die Gegner alles rauslassen, ist grauenhaft und nicht mehr normal». Der SVP werde vorgeworfen, sie wolle alles niederreissen und verändern. «Wir wollen nichts Neues, die Anderen hingegen schon», sagte der Nationalrat. Die SBI strebe lediglich den Zustand von vor 2012 an, während die Gegner fremdes Recht über Schweizer Recht stellen wollen.

Wobmann zog zudem Parallelen zur EWR-Abstimmung von 1992. Dazumal habe die SVP zum ersten Mal allein auf weiter Flur – lediglich unterstützt von ein paar Kleinparteien – gegen die anderen grossen Parteien gestanden. «Ohne uns wäre die Schweiz schon längst in der EU», so der Nationalrat.

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