Grenchen
SVP kocht «Mobbing-Süppchen» um Boris Banga wieder auf

Die SVP Grenchen reicht eine Interpellation ein. Sie will den Expertenbericht zu den Mobbingvorwürfen gegen den Stadtpräsidenten Boris Banga öffentlich machen. Für Banga ist das Thema längst erledigt.

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Der amtierende Stadtpräsident Boris Banga (SP) musste gegen Mobbingvorwürfe kämpfen.

Der amtierende Stadtpräsident Boris Banga (SP) musste gegen Mobbingvorwürfe kämpfen.

Oliver Menge

«In der Liebe und im Krieg ist alles erlaubt», heisst es, doch um Liebe geht es hierbei nicht: Überraschend reichte die SVP in der Gemeinderatssitzung vom Dienstag eine Interpellation ein, mit der sie unter anderem den geheimen Expertenbericht 2010 zu den Mobbingvorwürfen gegen Boris Banga öffentlich machen lassen möchte. Sieben Wochen vor den Wahlen lanciert sie das Thema Führungsprobleme im Stadthaus unter dem Titel «Transparenz & Schlichtungsstelle» neu.

Die SVP (Erstunterzeichner Richard Aschberger) fordert, «dass Zweifel aus der Welt geschaffen werden». Sie fragt, wie es um die 2010 geschaffene «Ombudsstelle» für Stadtangestellte bestellt ist; weder deren Aufgabenbereich noch die Kosten seien bekannt. Auch nicht, wie hoch die Nachfrage ist.

Keine Dringlichkeit

Weitaus brisanter aber ist die letzte Frage: «Der Expertenbericht rund um die Vorwürfe an das Stadtpräsidium wird nach wie vor der Bevölkerung vorenthalten. Weshalb kann man diesen nicht bspw. anonymisiert veröffentlichen, um reinen Tisch zu machen?», fragt die SVP.

Ob ihre Interpellation noch vor dem 9. Juni behandelt wird, ist unklar, denkbar wäre aber Mai, wie Boris Banga selbst in Aussicht stellte. Aus seiner Sicht sei das Thema längst erledigt und die Anschuldigungen widerlegt. Dringlichkeit versuchte die SVP übrigens nicht durchzuringen. Dafür wäre sie auch auf die Unterstützung von CVP und FDP angewiesen gewesen. (fup)

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