Der Beschluss des Bundes, aus der Kernenergie auszusteigen, führe dazu, dass in den nächsten Jahrzehnten viel Geld in neue Projekte zur Energiegewinnung investiert werde, schreibt die SVP Grenchen in einer Medienmitteilung. Die SVP habe sich immer für eine massvolle Nutzung von Kernenergie eingesetzt. Der Ausstieg werde zu höheren Strompreisen führen. Private und Gemeinden würden dank Photovoltaik und Windkraft zunehmend unabhängiger und grosse Energieversorger verlören an Bedeutung.

Verantwortungsbewusste Parteien müssten jetzt konsequent sein, heisst es weiter: «Sie können nicht gegen Kernkraftwerke sein und die Alternativen auch ablehnen. Das wäre unseriös.» Oberstes Ziel der Politik müsse es sein, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit genügend Strom im Inland zu guten Konditionen produziert werden könne.

Die SVP-Grenchen sieht im Projekt der SWG eine grosse Chance für mehr Strom-Unabhängigkeit. Rund 30% des Strombedarfs der Grenchner Haushalte und Gewerbebetriebe könnten von den sechs Windturbinen abgedeckt werden und auch bei der Preisgestaltung könne die SWG und somit auch Grenchen einen direkten Einfluss nehmen.

Es sei Ansichtssache, ob man die Windräder optisch als störend empfinde. «Für viele Menschen wirken Windräder nicht störend, sondern sogar beruhigend. Sie strahlen nicht. Es gibt keinen Abfall und die Geräusche gehen unter im allgemeinen Lärm.»

Das Projekt auf dem Grenchenberg sei im Gegensatz zu anderen Windkraftprojekten ausgereift und weit fortgeschritten und bringe sichere Erträge. Aus diesen Gründen werde sich die SVP Grenchen für den Windpark Grenchenberg einsetzen. Zitat Heinz Müller: «Lieber Windräder auf dem Berg als dunkle Zimmer im Haus.» (om)