FC Grenchen
Stauffers Traumtor bringt dem FC Grenchen den erhofften Sieg

Der 1. Ligist FC Grenchen gewinnt dank grossem Kampfgeist mit 2:1 gegen Zürichs U21-Mannschaft. Sacha Stauffer liess dem FCZ-Torhüter mit seinem Sonntagsschuss in den Winkel keine Chance und entschied kurz vor dem Abpfiff die Partie für Grenchen.

Michel Sutter
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Grenchens Sacha Stauffer trifft in der 85. Minute aus über 20 Metern zum 1:2.sahli/archiv

Grenchens Sacha Stauffer trifft in der 85. Minute aus über 20 Metern zum 1:2.sahli/archiv

An dieses Tor wird sich Sacha Stauffer wohl noch lange erinnern. Es lief bereits die 85. Spielminute, als der Ball beim Angriff der Grenchner vor die Füsse von Stauffer flog. Dieser fackelte nicht lange und zog aus über 20 Metern einfach mal ab. Sein herrlicher Schuss flog direkt in die linke hohe Torecke. FCZ-Torhüter Yanick Brecher hatte bei diesem Sonntagsschuss keine Chance.

Im Abschluss unglücklich

Das Siegtor war der Lohn für Grenchens aufopfernden Kampf. Vor allem in der zweiten Halbzeit waren die Solothurner zu zahlreichen guten Torchancen gekommen. Die besten hatten Besnik Salihi und Edin Hasanovic, die jedoch das Tor jeweils knapp verfehlten. Auf der anderen Seite hatte dafür Ivan Audino die grosse Gelegenheit zum 2:0 und damit zur Vorentscheidung eine Viertelstunde vor Schluss.

Audino, der in der ersten Halbzeit nach einem Foul von Adrian Moser an Fabio Schmid per Strafstoss bereits das 1:0 erzielt hatte, lief allein auf Grenchens Torwart Jefferey Grosjean zu. Im letzten Augenblick wurde er jedoch noch gestört. Kurz darauf fiel das 1:1. Raphael Walther sorgte nach einem Abpraller vom Pfosten mit seinem Nachschusstreffer für den verdienten Ausgleich.

Die Freude des Abtretenden

Der Sieg kam für FCG-Trainer Hans Peter Kilchenmann trotz der Tabellenkonstellation aber keineswegs unerwartet. «Wir haben immer gut gegen den FC Zürich ausgesehen», meint er. «Einen Punkt haben wir schon angepeilt.» Dass es nun deren drei geworden sind, freut Kilchenmann natürlich sehr: «Das sind die Glücksgefühle, für die man als Fussballtrainer lebt. Das kann man mit keinem Geld der Welt ersetzen.»

Trotzdem schwingt auch etwas Wehmut in seiner Stimme mit. Kilchenmann wird den Verein per Saisonende verlassen – im gegenseitigen Einvernehmen, wie er betont. «Die neue Geschäftsleitung hat entschieden, einen anderen Weg zu gehen», sagt Kilchenmann. Und diesen Entscheid akzeptiert er: «Ich bin ja auch selbstkritisch. Wir hätten einige Punkte mehr holen können.»

Wie es für ihn nach dieser Saison weitergeht, weiss er noch nicht. «Am liebsten etwas mit Fussball», sagt er. Seinen Kopf darüber zerbrechen mag sich Kilchenmann (noch) nicht, denn: «Zuerst möchte ich noch die verbleibende Zeit mit meiner Mannschaft geniessen.»