Die Feier gestaltete sich heiter und gemütlich. Zwischen 18.30 und 19 Uhr hatten sich die Gäste eingefunden, um den 24. Dezember nicht einsam in der eigenen Stube, sondern gemeinsam mit anderen zu verbringen.

Eingeleitet wurde der Abend mit frohen Festtagswünschen des reformierten Pfarrers Marcel Horni und des römisch-katholischen Pfarrers Mario Tosin. Letzterer hatte es einrichten können, die «Offene Weihnacht» kurz zu besuchen. Damit war er dem Wunsch der Teilnehmenden gefolgt, die sich seine Anwesenheit in den letzten Jahren gewünscht hatten.

Feierliche Stimmung

Das heilige Fest wurde unter einem schönen Weihnachtsbaum in einem abwechslungsreichen Programm gefeiert: Man sang Weihnachtslieder, setzte sich zum festlichen Mahl hin und lauschte einer weltlichen Geschichte sowie einer aus dem Lukas-Evangelium. Vorgelesen wurden diese von Kantonsrat Peter Brotschi und Marcel Horni. Das Essen hatten die Metzgerei Guex und das Back-Caffee vorbereitet.

Daneben blieb auch Zeit für Gespräche mit den Tischgenossen, unter denen sich viele bekannte und auch einige neue Gesichter befanden. Als einzige Junge waren die zwei Töchter von Marcel Horni mitgekommen. Ansonsten handelte es sich bei den Anwesenden um ältere und alleinstehende Personen. Von ihnen nahmen die meisten schon mehrmals teil. Urs Rohrbach, der bereits seit etwa zehn Jahren diese Feier besucht, findet sie eine wunderbare Idee, um nicht zu vereinsamen. Und für Karin Wohlfahrt gehört es bereits zur Tradition herzukommen: «Es herrscht gute Stimmung und man kann auch neue Freundschaften schliessen», beschreibt sie ihre Erfahrungen.

Ein motiviertes Team

Auch während der Unterhaltungen gab es Musik: Hin und wieder stimmte nämlich der Bürgergemeindepräsident Franz Schilt, der auch die vier gesungenen Lieder begleitete, ein spontan ausgewähltes und passendes Stück am Klavier an. Er und auch die anderen acht des Teams, die für die Dekoration, das Servieren und den Ablauf des Abends verantwortlich waren, waren mit viel Tatkraft dabei. Für sie ist es wichtig, dass niemand in der Weihnachtszeit einsam sein muss. Dabei betont auch Peter Brotschi die realen Begegnungen, die dieser Anlass ermöglicht, und hebt dabei das Gefühl nach Heimat hervor: «Dieser Anlass ist auch dafür da, den Menschen ein Stück Heimat zu geben», erklärt er.

Einzig überrascht war das Team über die leeren Stühle: Fünf Angemeldete erschienen nicht und so waren es in diesem Jahr mit ungefähr dreissig Personen vergleichsweise wenig Teilnehmende. Um 22.30 Uhr endete dann die Feier, damit diejenigen, die es wünschten, noch an einem der Gottesdienste teilnehmen konnten.