Grenchen

Stapi wehrt sich für Anwohner gegen die Mobilfunkantenne

Auf das Dach des Mehrfamilienhauses in der Bildmitte soll die Mobilfunkantenne der Swisscom kommen.

Auf das Dach des Mehrfamilienhauses in der Bildmitte soll die Mobilfunkantenne der Swisscom kommen.

Nachdem die Petition eingereicht wurde, äussert auch Grenchens Stadtpräsident François Scheidegger gegenüber der Swisscom-Antenne Bedenken.

Der geplante Mobilfunkantennen-Bau auf einem Mehrfamilienblock an der Leimenstrasse wirft weiter Wellen. Nachdem das Baugesuch vom Kanton abgesegnet wurde, da die rechtlichen Voraussetzungen vollumfänglich erfüllt werden und die Bauherrin, die Swisscom, folglich mit einer Baubewilligung rechnen kann, haben Anwohner eine Einsprache erhoben, die aber laut Infos aus der Baudirektion kaum eine Chance haben wird. Nun bleibt den Gegnern nur noch der politische Weg, um das Projekt zu verhindern. Anwohner haben bei Stadtpräsident François Scheidegger eine Petition eingereicht, die von 74 Personen mitunterzeichnet wurde.

Brief an die Swisscom

Scheidegger hat sich in der Zwischenzeit vor Ort ein Bild von der Situation gemacht und gelangt nun mit einem Schreiben an die Swisscom. Zwar erwähnt er eingangs «der guten Ordnung halber», dass die Stadt als solche keine Einsprache gegen das Vorhaben erhoben habe und er sich in seiner Funktion als Stadtpräsident auch nicht in die Angelegenheiten der Baudirektion einmischen werde. Aber als politischer Vertreter wolle er sich zur Sache äussern.

«Ich kann die Bedenken der Anwohnerschaft sehr gut nachvollziehen und habe meinerseits grosse Vorbehalte gegen das Projekt», schreibt er in seinem Brief an die Swisscom.

Scheidegger nennt konkret drei Gründe, weshalb er darauf drängt, das Projekt zu überarbeiten: «Der Standort für die geplante Mobilfunkantenne befindet sich in einem Wohnquartier mit Kinderspielplätzen; die Hauptabstrahlung richtet sich voll gegen stark besiedelte Teile der Stadt.» Das zum Bauprojekt mitgelieferte OMEN-Standortdatenblatt zeige auf, dass an etlichen Messpunkten die elektrische Feldstärke nur ganz knapp unter dem Anlagegrenzwert liegt und den 80%-Bereich deutlich übersteigt.

Der Stadtpräsident bittet die Swisscom, den Bedenken Rechnung zu tragen und das Projekt zu überarbeiten. Er sei auch gerne zu einem Gespräch – allenfalls gemeinsam mit einer Vertretung der Petitionäre – bereit. Affaire à suivre.

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