Grenchen
Stadtmusik brillierte mit spanischen Rhythmen

Am Jahreskonzert der Stadtmusik Grenchen im Konzertsaal boten die Musiker vor vollen Rängen vorzügliche Unterhaltung. Im Vordergrund standen spanische Themen. Dirigent Rainer Ackermann leistete ganze Arbeit.

Daniel Trummer
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Die Stadtmusik begeisterte.

Die Stadtmusik begeisterte.

Thomas Ulrich

Der Stadtmusik gelang eine kompakte, feine Leistung. Die kompetent aufspielenden Register, der Gesamtklang und die keck und selbstsicher auftretenden Solisten aus den eigenen Reihen, überzeugten. Grossen Anteil am Erfolg hatte Rainer Ackermann. Als Dirigent forderte er seine Musiker und setzte beachtliche Akzente. Fanfarenklänge eröffneten den Musikabend, sie erklangen im «Spanischen Marsch» von Johann Strauss (Sohn).

«Spanish Dance» des niederländischen Komponisten Carl Wittrock beinhaltete viele Anklänge an spanische Rhythmen und Tänze. Besonders im langsamen Teil setzten sich die Musiker mit gut intonierten Melodien voller Melancholie ausgezeichnet in Szene. Auffallend, dass nicht iberische Komponisten, die klassischen, dem Zuhörer spanisch vorkommenden Themen, öfter anklingen lassen.

Ein bravouröses Solo

Der Highlights gab es Viele. Beeindruckend die Komposition von José Alberto Pina, «The Legend of Maracaibo». Das Stück erinnert an die Seeschlacht 1702 bei Vigo. Kanonendonner, Schiffsglocken und mit Dissonanzen versetzte Schiffshörner waren auszumachen, glänzend intoniert von den Mitwirkenden der Stadtmusik. Nach dem versöhnlichen Schluss glaubte man an den Sieg der französisch-spanischen Flotte. Die Geschichtsbücher vermelden jedoch Anderes.

Stefan Weber, Altsaxofon, solierte mit Bravour, Sven Schär, Klarinette, überzeugte in seinen Soloparts, die vier Posaunisten kamen beim Publikum mit gepflegtem Klang an. Im «Concierto de Aranjuez» von Joaquin Rodrigo Vidre spielte Adrian Wagner das Adagio. Den populären Klassiker, mit wehmütigen, klagenden Weisen, gestaltete er mit der Trompete berührend und mit grosser Aussagekraft. Beim «Marignano-Marsch» von Jean Daetwyler übernahm der Jungdirigent, Manuel Werder, den Taktstock und erhielt für seine Leistung Applaus. Mit böhmischen Träumen entliessen die Musikerinnen und Musiker der Stadtmusik ein zufriedenes Publikum und übergaben an Peter Mutti, der den Abend mit Tanzmusik abrundete.

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