Grenchen
Stadtgeschichte soll 2017 erscheinen

Der Gemeinderat hat diverse planerische Geschäfte aus dem Baubereich behandelt. Er liess sich zudem über den Stand des Projekts Stadtgeschichte orientieren.

Andreas Toggweiler
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Auch das ist Stadtgeschichte: das Trafohäuschen am Grubenweg aus dem Jahr 1944 wird unter Schutz gestellt.

Auch das ist Stadtgeschichte: das Trafohäuschen am Grubenweg aus dem Jahr 1944 wird unter Schutz gestellt.

Oliver Menge

Laut Projektleiter Daniel Kauz soll die Stadtgeschichte im Jahr 2017 erscheinen. Sie umfasst den Zeitraum von 1850 bis 2011 und wird ausschliesslich als Buch mit einem Umfang von maximal 350 Seiten publiziert. «Das Buch soll gut lesbar sein und mit Bildern und Grafiken illustriert. Und man soll es auch als Nachschlagewerk nützen können», sagte Kauz. Man habe sich beim Formalen für eine Mischung aus chronologischen Elementen und thematischen Kapiteln entschieden.
Im Januar hat der Begleitausschuss Stadtgeschichte (BEK) das Detailkonzept verabschiedet. Nebst Projektleiter Daniel Kauz zeichnen Martin Illi, Fabian Saner und Marisa Thöni als Autoren. Laut Kauz liegen bereits einzelne Kapitel vor, bzw. befinden sich in Überarbeitung. Man liege somit gut im Zeitplan. Für die Stadtgeschichte konstituierte sich zudem ein Patronatskomitee. Zudem wurde eine Homepage (www.stadtgeschichte-grenchen.ch), eine Facebook-Seite und ein «Grenchner Stadt-Wiki» lanciert (wir berichteten). Es wird mit einem Budget von 530 000 Fr. gerechnet, wovon die Stadt 360 000 Fr. übernimmt.

Neue Fenster für Feuerwehr
Der Gemeinderat hat ein Postulat von Richard Aschberger (SVP) gutgeheissen, wonach ein Ersatz der Fenster beim Feuerwehrmagazin unverzüglich an die Hand zu nehmen sei. Als Antwort präsentierte die Bauverwaltung gleich eine fertige Vorlage für einen Nachtragskredit von 49 000 Fr. für den Fenster-Ersatz. Da die neue Feuerwehr-Drehleiter erst nächstes Jahr geliefert werde, könne das Projekt noch 2015 umgesetzt werden, erklärte Stadtbaumeister Daniel Gäumann.

Geschütztes Trafohäuschen
Der Gemeinderat genehmigte ferner diverse Planänderungen für drei Grundstücke in Hanglage zwischen Bergstrasse und Grubenweg. Diese werden zu einem Bauplatz zusammengelegt. Der Fussweg am östlichen Rand wird formal aufgehoben, bleibt aber als Wegrecht bestehen. Damit kann laut Stadtbaumeister Daniel Gäumann eine bessere Ausnützung des Grundstücks erzielt werden Am oberen Ende steht ein Trafoäuschen des Architekten Carl Burkhard aus dem Jahr 1944. Um einen Abriss des Gebäudes zu verhindern, hat es die Bapluk jetzt als schützenswertes Kulturobjekt eingestuft. Auch die Denkmalpflege will das Gebäude offenbar schützen.
Laut den Ausführungen des Stadtbaumeisters soll das Trafogebäude im Rahmen der geplanten Überbauung als Velo- und Gerätehaus genützt werden. Der Rat stimmte in der Folge den diversen Nutzungsplanänderungen zu.

Der Gemeinderat hat ferner dem Teilzonen- und Nutzungsplan mit Sonderbauvorschriften Oelirain/Wiesenstrasse zugestimmt. Nördlich und südlich des Bahnviaduktes sollen fünf neue bis zu sechsgeschossige Wohnblocks mit Tiefgaragen entstehen sowie ein neuer Kinderspielplatz als Ersatz für den Quartierspielplatz Oelirain. Ferner wird das Areal von der Arbeits- in die Zentrumszone umgezont.

Lob für Projekt
Das Projekt für die Wohnüberbauung mit teilweise originellen Grundrissen fand im Rat grosses Lob. Eine grosse, nicht einfach zu bebauende Brache im Zentrum werde aufgewertet und dabei auch der Bahnviadukt einbezogen, meinte etwa Aldo Bigolin seitens der FDP. Dem pflichtete auch Remo Bill (SP) bei, obwohl er bedauerte, dass das ursprünglich für das Areal angedachte Hochhaus nicht realisiert wird. «Gerade darüber bin ich sehr froh», meinte hingegen Andreas Kummer seitens der CVP.
Ein letztes unbestrittenes Planungsgeschäft betraf die Teilaufhebung des Gestaltungsplans Wissbächli. Vorgesehen ist die Erstellung von drei Mehrfamilienhäusern (wir berichteten). Die Teilaufhebung muss wie auch die beiden vorhergehenden Planungsgeschäfte noch vom Regierungsrat bewilligt werden. Der Gemeinderat hat schliesslich Barbara Allemann für die FDP ins Wahlbüro 2 gewählt. Sie ersetzt Bernhard Schröder.