Grenchen
Stadtbaumeister kündigt - Stapi bedauert Abgang

Daniel Gäumann hat seinen Job als Stadtbaumeister von Grenchen gekündigt. Ihm fehlte offenbar die Unterstützung des Gemeinderates für den von ihm eingeschlagenen Weg. Stadtpräsident François Scheidegger bedauert den Abgang.

Andreras Toggweiler
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Daniel Gäumann geht. (Archiv)

Daniel Gäumann geht. (Archiv)

Oliver Menge

Anfangs August 2014 hat Daniel Gäumann sein Amt als Stadtbaumeister in Grenchen angetreten, jetzt verlässt er die Dienste der Stadt bereits wieder. Er hat das Arbeitsverhältnis mit der Stadt Grenchen per 31. Januar 2016 gekündigt, wie diese am Donnerstag mitteilte. Der Stadtbaumeister begründe in seinem Kündigungsschreiben den Schritt mit «fehlender Unterstützung der Ratsmehrheit des Gemeinderats für den von ihm eingeschlagenen Weg und mit unterschiedlichen Auffassungen in der Beurteilung von städtebaulichen und raumplanerischen Fragestellungen.»

Daniel Gäumann möchte auf Anfrage seinen Schritt nicht weiter kommentieren.

Scheidegger bedauert Gäumanns Abgang, zeigt aber Verständnis für seinen Schritt. In der Tat sei das Verhältnis zu einem Teil des Gemeinderates aufgrund unterschiedlicher Auffassungen belastet. Dies sei eine schlechte Voraussetzung für die anstehenden Projekte, namentlich die Ortsplanungsrevision. «Vor diesem Hintergrund ist es besser, klare Verhältnisse zu schaffen». Scheidegger hofft, dass dadurch die anstehenden Projekte nicht wesentlich verzögert werden.

Gäumann geht nicht sofort. Er bleibt noch bis Ende Januar 2016 im Dienste der Stadt. Wieso? In absehbarer Zeit wird es in der Baudirektion zu rund einem Dutzend Pensionierungen kommen. «Im Hinblick darauf hat Daniel Gäumann eine Organisationsprüfung der Baudirektion angestossen, welche von einem externen Büro begleitet wird», erklärt Stadtpräsident François Scheidegger auf Anfrage. Gäumann habe sich bereit erklärt, diesen Prozess wie auch andere Projekte noch bis Ende Januar zu begleiten.