Stadtpräsident François Scheidegger hat am Montag Besuch von Vertretern der Solothurner Fasnacht erhalten. Die Narren überreichten ihm in einer spontan organisierten, kleinen Feier vor dem Stadthaus, das in Solothurn gesammelte Geld zur Deckung der Reinigungskosten nach dem Kindermaskenball.

Fasnächtliche Hilfsaktion in Grenchen. Die Ambassadore Bäse überbringen die Wünsche, die Stadtratten bedanken sich.

Fasnächtliche Hilfsaktion in Grenchen. Die Ambassadore Bäse überbringen die Wünsche, die Stadtratten bedanken sich.

Somit steht der Konfettischlacht am Kindermaskenball von heute Nachmittag im Grenchner Parktheater nichts im Wege.

Wie die Stadt nun in einer Medienmitteilung betont, seien die Reinigungskosten aber bereits im Vorfeld aber bereits durch die Zusage der Jugendkommission aus dem Lips-Fonds übernommen worden. «Der Beitrag aus dem Lips-Fonds belastet die Stadtkasse und damit die Steuerzahler nicht, wie fälschlicherweise aus der Presse zu entnehmen war.» Damit muss wohl «Blick» gemeint sein, denn das Grenchner Tagblatt hat diese Behauptung nie aufgestellt.

Der in Solothurn gesammelte Beitrag fliesse somit vollumfänglich in die Kasse der Vereinigten Fasnachtszünfte Grenchen, mit der Meinung, dass dieses Geld dem fasnächtlichen Nachwuchs zu Gute kommen soll.

Bei den besagten Reinigungskosten geht es um 2000 Franken. Wie den Organisatoren letzte Woche mitgeteilt wurde, handle es sich 1000 Franken für die Löhne des zusätzlichen Personals, das man aufbieten müsse, um das Parktheater innerhalb von zwei Stunden in einen einigermassen tolerierbaren Zustand zu bringen, sowie 10 Leute, die die Fasnächtler stellen müssten, um mitzuhelfen. Am Abend findet im Parktheater nämlich ein Streitgespräch zwischen Kurt Fluri (FDP) und Roger Köppel (SVP) statt.

«Die Reinigungskosten haben nichts mit dem abendlichen Streitgespräch im gleichen Lokal zu tun», behauptet nun aber die Stadt. Dies dürfte in Frage gestellt werden. (mgt/ldu)

Bilder vom Kinderball im letzten Jahr: