Initiiert wurde der Verein im August von Käthi Hofer nach einem Besuch der Unterkunft für Asylsuchende beim ehemaligen Spital. Sie holte mit Therese Frei, einer ehemaligen Primarlehrerin und Gründerin der therapeutischen Wohngemeinschaft «Jabahe», eine gut vernetzte Fachperson mit ins Boot.

Ursprünglich wollte die beiden mit der schon bestehenden und gut funktionierenden Sprachbrücke in Solothurn zusammenarbeiten. Da diese aber bereits an ihre Kapazitätsgrenzen stösst, haben sich die Initiantinnen entschieden, für Grenchen einen eigenen Verein zu gründen.

Asylsuchende, die aus diversen Gründen (noch) keinen vom Kanton organisierten Deutschkurs besuchen können, sollen dies nun via «Sprachbrücke Grenchen» tun können. Das Angebot konkurrenziert also keinesfalls die kantonalen Bemühungen, sondern ist als Ergänzung dazu gedacht.

Schule und Stadt sind positiv eingestellt

Der Verein hat sich bereits mit Gesamtschulleiter Hubert Bläsi besprochen, der seine Hilfestellung insbesondere bei der Suche nach Lehrpersonen und Unterrichtsräumen zugesichert hat. Auch Stadtpräsident François Scheidegger steht dem Vorhaben positiv gegenüber.

Ziel des Vereins ist es, nach den Herbstferien (Ende Oktober) mit den ersten Lektionen beginnen zu können. Personen, die gerne ehrenamtlich unterrichten würden (auch ohne Fachausweis), können sich auf der Homepage melden.

Zur Finanzierung der Lehrmittel ist man auf Gelder von Vereinsmitgliedern, aber auch auf Spenden angewiesen, wobei auch die asylsuchenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen kleinen Beitrag leisten werden. Informationen, Spendenkonto, Anmeldung als Mitglied, Kontaktformular sowie die Statuten finden sich auf www.sprachbruecke-grenchen.ch.