Ferienpass

Spielerisch lernen, wie man mit einem Vierbeiner umgeht

Der Hund Chinook mit Eva Maria und Betreuerin Linda Wigger.

Der Hund Chinook mit Eva Maria und Betreuerin Linda Wigger.

Beim Ferienpass in Grenchen lernten Kinder Spannendes rund ums Thema Hund und freundeten sich mit den Vierbeinern an.

Bei der Klubhütte des Kynologischen Vereins in Grenchen liegen Spannung und Vorfreude in der Luft. Denn lange dauert es nicht mehr, bis der Ferienpass beginnt und die Kinder einen Hund zugeteilt bekommen, den sie an diesem Samstagvormittag näher kennenlernen dürfen.

Um Punkt acht Uhr werden die Pärchen gebildet. Fortan ist jedes Kind mit einem Hund und einem Mitglied des Vereins, das gleichzeitig der Besitzer des Hundes ist, unterwegs. An verschiedenen Posten gilt es zu lernen, wie man mit dem Hund umgeht und auch welche Verantwortung es bedeutet, einen Hund zu besitzen.

Ein neuer Untergrund

Ein neuer Untergrund

Die sieben Mädchen und Jungen sind sofort mit vollem Eifer bei der Sache. So meistern sie die erste Übung mit viel Begeisterung: Den Hund an der Leine haltend gilt es, auf dem Rasenplatz herumzugehen, damit sich die Hunde an die Kinder gewöhnen – und umgekehrt.

Auch Ängste abbauen

Das Ferienpassangebot des Kynologischen Vereins richtet sich in erster Linie an Kinder, die noch nie mit einem Hund in Berührung gekommen sind und nun durch diesen Kurs eine Chance dazu erhalten. «Es haben in der Vergangenheit auch schon Kinder teilgenommen, die Angst vor Hunden hatten, da sie noch nie mit einem Hund in Kontakt gekommen waren», erklärte Nicole Joss vom kynologischen Verein. «Durch die Teilnahme am Kurs können Kinder die Hunde von einer positiven Seite kennenlernen und so ihre Unsicherheit abbauen.»

Die Kinder konnten ein Hundememory lösen, mehr über Hunderassen lernen und wie man einen Hund auf Erkrankungen und Parasiten untersucht, aber auch, wie man Zecken vorbeugt, den Vierbeiner bürstet und richtig auf ihn eingeht.

Kunststücke vorgeführt

An einem Posten waren eine Kunststoffmatte und ein Stück Teppich ausgebreitet, aber auch Balancegeräte und ein Wägelchen waren dort zu finden. «Man muss seinen Hund an verschiedene Bodenbeschaffenheiten gewöhnen», erklärte Hundehalter Beat Schöni der Teilnehmerin Sophie. «Wenn ein Hund beispielsweise noch nie auf einem Teppich gelaufen ist, so könnte er unsicher oder ängstlich reagieren, wenn er zum ersten Mal einen Teppich unter seinen Pfoten spürt.» Es stellte sich heraus: Meggie, der spanische Wildhund, fühlte sich an diesem Vormittag erst nicht wohl, in einem fahrenden Wägelchen zu sitzen, doch dann schafften es Schöni und Sophie, sie zu beruhigen, sodass sie sich langsam im Wägelchen herumziehen liess.

Etwas weiter versteckte Eva Maria ein «Gudeli» unter einem Klotz, den Chinook, ein Shiba Inu, gekonnt an der Vorrichtung mit seinen Zähnen hochhob und so an seine Belohnung gelangte. Währenddessen war Lias mit dem Border-Collie-Mischling Ronja dabei, einen Hürdenlauf zu bestreiten. Mit der Energie und dem Elan eines Collies sprang Ronja ohne Hemmungen über jedes Hindernis.

Zum Abschluss konnten die Kinder einen Schlüsselanhänger basteln und Kunststücke mit ihrem Hundepartner vorführen. Unter anderem wurden Pirouetten und ein Slalom gezeigt, bei dem sich die Hunde gewieft mehrmals zwischen den Beinen eines Mädchens durchschlängelten. Dann hiess es für die Kinder Abschied nehmen von ihren neugewonnenen, vierbeinigen Freunden.

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