Jugend und Sport
Spiel, Sport und Spass: Oder Schule einmal anders erleben

Geschenkt wurde den Kindern nichts. Geschicklichkeit und Sportlichkeit waren am diesjährigen Sporttag beim Schulhaus Kastels gleichermassen gefragt.

Kaspar Haupt
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Der Jugendsporttag in Grenchen ging über die Bühne
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Turmbau mit Umwegen
Den Scooter Parkour galt inclusive Hindernisse zu durchfahren
Die Oberstufe war für die Verpflegung besorgt
Aus 220 Kehlen tönte es so ein schöner Tag
Die Sieger Gruppe Fuchs mit Goldmedaille
Dreibeinlauf

Der Jugendsporttag in Grenchen ging über die Bühne

Das sportliche Spiel blieb dabei dem Kindergarten bis zur sechsten Klasse vorbehalten, doch auch die Oberstufe war im Einsatz, teils für die Zeitmessung, teils für die Verpflegung. Das ideale Wetter trug mit dazu bei, dass der Sporttag aus Sicht der Schule zum Erfolg wurde.

Vorausgegangen war eine minutiöse Organisation. «Die Einteilung der 22 Zehnergruppen brauchte Fingerspitzengefühl», so Primarlehrerin Monika Mengisen. «Wichtig ist, dass die Durchmischung zwischen älteren und jüngeren Schüler den Zusammenhalt fördert.» Oftmals feuerten die grösseren Schüler die Kleinen an. Für jeden Wettbewerb gab es Punkte, im Maximum 100. 11 Posten galt es, zu durchlaufen.

Penalty, Wasserball

Erstaunlich war, wie schnell nach der Besammlung am Morgen die einzelnen Gruppen zusammen fanden; da jedes Kind sein Symbol als Anhänger trug, war das Zusammenfinden fast ein Kinderspiel, denn stand jemand, der ein übergrosses Symbol hochhielt. Betreut wurden Posten wie Flaschenfischen, Scooter-Parcours, Wasserball, Turmbau, Schwammstaffel, Stafette, «Fliegender Teppich», Dreibeinlauf, Penalty schiessen, Wasserparcours und die Mohrenkopfmaschine der Lehrkräfte.

Auf dem Scooter-Parcours wurde mit halsbrecherischem Tempo der mit Hindernis und Slalomstangen ausgesteckte Parcours durchfahren. Eine ruhige Hand brauchten die Kinder beim Glückfischen. Komisch sah es beim Penaltyschiessen aus, denn nicht unbedingt die Typen mit Leibchen berühmter Spieler oder Vereine erwiesen sich als treffsicher. Geschicklichkeit verlangte zum Beispiel das Dreibeinlaufen.

Ein Wanderpokal für Zuhause

Die Mittagspause kam den jungen Sportlerinnen und Sportlern dann gerade richtig, um neue Kräfte zusammeln. Angeboten wurden Grillbratwürste und ein Risotto vom «Altmeister im Risottokochen» und pensionierten Lehrer Rolf Steiner. Alles im Griff am Sporttag hatte auch Schulleiterin Lucia Herzog. Nach den letzten Gruppenkämpfen am frühen Nachmittag konnte sie alle Schüler zum abschliessenden Finale, dem Stafettenlauf, ansagen. Dem Sieger winkte der Schulhaus-Pokal, den jedes Kind für eine Woche mit nach Hause nehmen kann.

Sieger wurde nach spannendem Lauf die Gruppe Leopard. Nach einem Penaltyschiessen «Lehrer gegen Schüler» entpuppten sich die Lehrer als gar nicht so treffsicher. Mit Spannung erwarteten die Wettkämpfer das Schlussresultat. Die ersten Plätze belegten die Gruppen Fuchs, Delfine und Krokodile. Zum Abschluss bot sich dann ein wunderbares Schlussbild: Alle Schüler und Lehrer sangen gemeinsam das Lied: «Heute ist ein schöner Tag».