Centro-Hochhaus Grenchen
Spektakuläre Bauarbeiten in luftigen 45 Metern Höhe haben begonnen

In einem Jahr soll das Wahrzeichen von Grenchen, das Centro-Hochhaus, saniert und so auf Minergie-Standard getrimmt werden. Ein riesiger Pneu-Kran ist für die Abbrucharbeiten im Einsatz.

Andreas Toggweiler
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Um das Grenchner Centro-Hochhaus auf Minergie zu trimmen, muss die ganze Fassade erneuert werden. Nachdem in den letzten Wochen das Gerüst aufgebaut und die Arbeiten an der Dachsanierung begonnen wurden, geht es jetzt los mit den spektakulären Arbeiten an der Fassade auf 45 Meter Höhe.

Mit der Sanierung wurde ein Konsortium aus den Firmen Berger Bau AG und Robert Kopp AG betraut. Die auf Abbrucharbeiten spezialisierte Firma Kopp hat mithilfe eines riesigen Pneukrans begonnen, die vorgehängten Sichtbeton-Elemente der Fassadenverkleidung zu demontieren.

«Die einzelnen Platten werden zuerst am Kran angehängt und dann die Befestigungen weggespitzt», erläutert Martin Oberli von der Rückbau-Firma das Vorgehen. Platte für Platte wird so von der Fassade gelöst und hinter dem Baugerüst nach oben gezogen.

Die Elemente werden hinter dem Gerüst hochgezogen ...

Die Elemente werden hinter dem Gerüst hochgezogen ...

Die Elemente werden auf dem Dach des Sockelbaus zwischengelagert, wenn nötig verkleinert und danach mit einer Mulde dem Recycling zugeführt. Der Kranausleger dürfte sich dabei auf einer Höhe von 55 bis 60 Metern über der Bettlachstrasse befinden. Der Kranführer ist mit Funk mit den Arbeitern in Kontakt.

Energie und Sicherheit

«Die grössten Betonelemente sind 5,30 auf 2,80 Meter gross und wiegen bis zu vier Tonnen», erklärt Aldo Bigolin vom mit dem Umbau beauftragten Grenchner Architekturbüro Bigolin+ Crivelli. Die Betonfassade werde nicht nur aus energetischen, sondern auch aus Sicherheitsgründen erneuert, da sie ihre Lebensdauer mit 40 Jahren erreicht hat.

... und landen im Recycling. Zuerst werden die Eckstücke demontiert.

... und landen im Recycling. Zuerst werden die Eckstücke demontiert.

«Dank Fortschritten in der Materialtechnik wird die neue Fassade viel leichter sein, die Elemente sind nur noch 18 Millimeter dick gegenüber 14 cm der alten Durisol-Platten», erklärt der Architekt.

Die Bauleute werden jetzt sicher eine bis zwei Wochen mit der Entfernung der Platten beschäftigt sein. Später wird der Pneukran auf der Südseite des Gebäudes aufgestellt. Eine weitere Bauphase umfasst den Ersatz der Plattenverkleidung im roten Sockelbau.

Demnächst kann auch mit dem Ersatz der Metallfassade begonnen werden, wie Bigolin erläutert. Am Schluss werden die neuen Betonelemente auf das Tragwerk montiert.

Antennen stets in Betrieb

Bereits im Gang ist die Sanierung des Daches und der Aufbauten, wo sich ein Teil der Haustechnik, darunter auch ein Notstrom-Aggregat, befindet. Dazu musste zuerst eine ganze Batterie von Natel-, Richtstrahl- und Funkantennen abmontiert werden.

Sie müssen während der ganzen Umbauzeit in Betrieb bleiben und werden zu diesem Zweck am Baugerüst befestigt oder auf dem Dach abgestellt.