In einem gemeinsamen Projekt der ARA Regio Grenchen und SWG entsteht auf dem Gelände der Abwasserreinigungsanlage ARA Regio Grenchen eine Biogas-Aufbereitungsanlage, mit welcher aus dem regionalen Abwasser klimafreundliches Biogas für Wärme und Treibstoff gewonnen wird. Am Montag haben die beteiligten Vertreter von ARA und SWG einen symbolischen ersten Spatenstich vorgenommen. Die Inbetriebnahme erfolgt voraussichtlich im Frühjahr 2019.

In den Faultürmen der ARA Regio Grenchen entsteht aus dem Klärschlamm des gereinigten Abwassers Energie in Form von Klärgas. Dieses bereitet die SWG ab Frühjahr 2019 in ihrer neuen Biogas-Anlage auf und speist es in ihr Erdgas-Netz ein. «Diese Aufbereitung erfolgt im Wesentlichen durch einen grossen Aktivkohlefilter, der die im Gas unerwünschten Bestandteile zurückhält», erläutert ARA-Präsident Alexander Kohli.

Schema des Kreislaufs Abwasser/Biogas.

Schema des Kreislaufs Abwasser/Biogas.

Das Bauprojekt beinhaltet ausserdem den Bau einer Erdgasleitung von der Anlage bis zum bestehenden Netz der SWG, den Neubau einer Holzschnitzelheizung mit einem Vorratssilo für die Holzschnitzel (mit dieser Anlage werden die Klärbecken nach bedarf beheizt), die Installation eines gasgefeuerten Reservekessels sowie aller benötigten verbindenden Elemente wie Wasser-, Wärme- und Gasleitungen sowie Strom- und Kommunikationsverbindungen.

«Biogas aus Abwasser ist eine erneuerbare und klimafreundliche Energie», betont SWG-Chef Per Just. Denn die Pflanzen, aus denen Nahrung, später Klärschlamm und schliesslich das Biogas entsteht, haben beim Wachsen gleich viel CO2 gebunden, wie beim Verbrennen des Biogases wieder freigesetzt wird. Somit ist Biogas beinahe CO2-neutral. Laut Per Just investiert die SWG rund 1 Mio. Fr. bei der ARA.