Für alle aus der Region, die gerne Ski fahren, ist das traditionelle Volksskirennen auf dem Grenchenberg ein Muss. Am Sonntag feierte der Anlass Jubiläum: Bereits zum 75. Mal wurde er vom Skiclub Selzach organisiert. Ein Rennen, das sehr geschätzt wird. Es ist immer spassig, gesellig und wahnsinnig spannend.

Obwohl es keinen Sonnenschein gab, waren die Organisatoren mit dem Wetter zufrieden. Die Sicht war wegen des Nebels zwar eingeschränkt, doch es blieb trocken, nicht wie die Tage davor. Und Nebel hat auch Vorteile: Niemand sieht, wenn jemand ein Tor verpasst, wird gewitzelt. Die nicht idealen Wetterbedingungen wurden ignoriert. Ob Halbprofi oder Beginner, alle gaben ihr Bestes, und das konnte jeder Zuschauer sehen. Eifrig feuerten sie die Fahrer an, motivierten und hofften mit.

Von 6- bis 72-jährig

47 Schneebegeisterte aus der Region, und vor allem aus Selzach, fuhren auf Ski, mit dem Snowboard oder auf Ski mit der Telemark-Technik um den Sieg. Die jüngste Starterin war Elin Hunziker vom SC Selzach. Sie ist erst sechs Jahre alt, doch sie fuhr schon wie ein Profi. Sie stand aber auch bereits als Zweijährige auf den Skiern, wie sie verriet. Werni Dietschi war der älteste Teilnehmer. Sein Alter merkt man ihm nicht an. Auch mit 72 fühle er sich topfit und sei einfach happy, dass er teilnehmen könne und heil die Piste runterkomme.

Aldo Mann, neuer Präsident des SC Selzach, freute sich über den gelungenen Tag. Er und das eingespielte Team von Helfern schaffen jedes Jahr einen Anlass, an dem sich alte und neue Gesichter treffen, alle einen spannenden Tag erleben und jeder interessierte Wintersportler sein Können in einer lockeren Atmosphäre unter Beweis stellen darf. Genau diese familiäre Stimmung macht das Rennen wohl aus. Familien mit bis zu drei Generationen nehmen jedes Jahr teil, die älteren Geschwister sind Vorbilder der Kleinen.

Dem Hunger und der Kälte wurde gestern keine Chance gelassen, dafür gab es die Schneebar. Mut antrinken mit einem Cüpli, Aufwärmen mit einem Tee oder Stärken mit dem Nussgipfel – jeder kriegte, was er gerade brauchte.