Der Ferienpass erkundet die Stadtpolizei. Für mehr als 30 Kinder, für Kindergärtler bis zu den Grösseren wurde der Besuch bei der Stadtpolizei wiederum das zugkräftige Event am diesjährigen Ferienpass.

Denn die Nachfrage war in diesem Jahr wieder überaus gross. Gut, dass die Einteilung in zwei Gruppen erfolgt war, denn die Kleineren waren doch manchmal von der Materie überfordert. Doch die Grösseren realisierten bald einmal, dass Polizeiarbeit auch Teamarbeit ist. Das Team mit Julien Lischer, Stefan Zybach und Marco König führte die Ferienpässler mit viel Einfühlungsvermögen durch den Erkundigungsgang bei der Polizei.

War für die Kleinen wichtig, wie viele Polizeiautos die Stadtpolizei hat, wollten die Grösseren wissen, was die Polizei alles im Fahrzeug mitführt, wenn sie Patrouille fahren. Zum Spass für alle durften Gross und Klein einmal im Polizeiauto Platz nehmen und waren erstaunt, wie laut doch die Sirene bei Blaulicht tönt.

Noch mehr erstaunt waren alle über die Anzahl Gegenstände, die zur normalen Ausrüstung gehören. Pistole, Schlagstock, Handschellen, Funkgerät und vieles mehr trägt ein Gesetzeshüter im Dienst auf sich. Beim Betreten der Einsatzzentrale mahnte Julien Lisser zur absoluten Ruhe.

Videofilm über Polizeiarbeit

In einem Videofilm konnten sich die Kinder ein Bild von der Polizeiarbeit machen: Die Besucher wähnten sich in einem echten Krimi bei der Filmvorführung, die auf einem echten Raubüberfall basiert. Nach einem Überfall auf eine Tankstelle zeigte der Streifen, wie ein Polizeieinsatz funktioniert.

Von der Meldung eines Zeugen an die Polizei, über den Einsatz einer mobilen Streife bis zur Spurensuche und dem Einsatz von Polizeihunden, kommt es schliesslich zur Aufspürung des Täters und dessen Überwältigung.

Dabei bekamen die jungen Besucher auch einen Einblick, wie die Spurensicherung arbeitet und lernten auch den Einsatz des psychologischen Dienstes zur Betreuung des Tatopfers kennen. Anhand des Videofilmes konnten sich die Kids ein genaues Bild von der auch risikoreichen Polizeiarbeit machen.

Arbeiten mit Schutzdiensthunden

Auf der Wiese bei der Turnhalle zeigte Hugo Kohler die Arbeit mit Schutzdiensthunden. Kohler, der mit seinen belgischen Schäferhunden Hundesport betreibt, erörterte, dass der geführte Hund auch in Extremsituationen zum gehorsamen Begleiter zu trainieren ist. Hugo Kohler trainiert seine Hunde überwiegend über Motivation und Spiel, ohne wesentlichen Druck.

Hat der Hund seine Sache gut gemacht, erhält er eine Belohnung. Doch in der Ausbildung von Polizeihunden geht es nicht nur um das Spiel mit dem Helfer, sondern darum, auch einen Täter im Ernstfall stellen zu können. Vorgeführt wurden einige Beispiele, wie die Suche nach Gegenständen oder das «Mann stellen». «Man braucht keine Angst vor Hunden zu haben», erklärte Hugo Kohler den Kindern, «sondern Respekt. Und das gilt auch für Erwachsene.»