Grenchen
SP strebt bei den Wahlen 2017 einen Sitzgewinn an

An der Parteiversammlung im Feuerwehrgebäude hat die SP Grenchen zwölf Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeinderatswahlen nominiert.

André Weyermann
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Die SP-Gemeinderatskandidaten: (sitzend von links) Angela Kummer, Daniel Hafner, Aron Müller, Jean-Pierre Thomsen. Stehend von links: Remo Bill, Markus Neuhaus, Alex Kaufmann, Georges Schild, Daniel Hirt, Clivia Wullimann.

Die SP-Gemeinderatskandidaten: (sitzend von links) Angela Kummer, Daniel Hafner, Aron Müller, Jean-Pierre Thomsen. Stehend von links: Remo Bill, Markus Neuhaus, Alex Kaufmann, Georges Schild, Daniel Hirt, Clivia Wullimann.

Michel Lüthi

Erklärtes Ziel der Sozialdemokraten ist es, zu den bisherigen 5 Sitzen einen dazuzugewinnen. Die Nomination erfolge früh, aber nicht zu früh, wie Angela Kummer als Leiterin des Wahlausschusses bemerkte: «Wir möchten ein Zeichen setzen, dass wir bereit sind und Gas geben werden.» Der Parteiversammlung wurden vorderhand zwölf Personen zur Nomination vorgeschlagen und einstimmig bestätigt.

Die Verantwortlichen der SP sind überzeugt, dass sie die drei freien Listenplätze noch besetzen können. Man sei in Kontakt mit diversen Personen.
Angela Kummer versprach einen aktiven Wahlkampf: «Es gibt genügend Themen, die wir beackern können und auch werden.» Eines davon sei «Wohnen im Alter».

Im öV-Bereich gebe es auch noch einiges zu tun, unter anderem müsse die Situation am Bahnhof Süd angesprochen werden. Weiter werde man sich für den Erhalt und die Diversifikation von Arbeitsplätzen einsetzen, den Ausbau der erneuerbaren Energien weiterhin propagieren und darauf schauen, dass trotz Sparbemühungen das Kultur-und Vereinsleben nicht beschnitten wird. Schliesslich gelte es, vermehrte Anstrengungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Stichwort Tagesstrukturen) einzufordern. «Wir werden aktiv auf die Leute zugehen und versuchen, auch die Politik-Verdrossenen abzuholen», erklärte Angela Kummer und fügte bei, dass man den Leuten aufzeigen müsse, was die Sozialdemokraten für sie leisten würden.

Ruhig etwas selbstbewusster

Bei der Präsentation der einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten erlebte man das ganze Spektrum von links-grün bis zum «klassischen» Gewerkschafter. Fast durchs Band weg wurde darauf hingewiesen, dass sich die Stadt und ihre Einwohner durchaus etwas selbstbewusster geben könnten und auch der Wunsch nach mehr «Führung denn Verwaltung» der Gemeinde wurde mehrmals geäussert.

Kommandant Thomas Maritz fand bei seinen Ausführungen zur Feuerwehr rasch einen Anknüpfungspunkt zu seinen Gästen: ein Vorstoss der Sozialdemokraten, welcher die Berücksichtigung von ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern bei der Rekrutierung gefordert hatte und der auch umgesetzt wurde.

Mit Erfolg: In den letzten beiden Jahren konnten 35 neue Feuerwehrleute gewonnen werden, 17 davon mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Diese hätten sich hervorragend ins Korps integriert. Man sei gut aufgestellt, sowohl personell als auch von der Ausrüstung her. Besonders stolz sei er, dass so viele Besucherinnen und Besucher verschiedenster «Couleur» dieses Jahr bereits den Weg ins Feuerwehrgebäude gefunden hätten.