Spital Grenchen

SP-Präsident von Grenchen fordert erneut mehr Transparenz

Auf dem Spitalareal Grenchen hat die «Solviva» Grosses vor.

Auf dem Spitalareal Grenchen hat die «Solviva» Grosses vor.

Auf dem Spitalareal Grenchen hat die «Solviva» Grosses vor. Erneut wird deren Informationspolitik kritisiert. SP-Präsident Remo Bill ist mit der Informationspolitik unzufrieden und hat erneut eine Interpellation eingereicht.

Remo Bill, Präsident der SP Grenchen, will wissen, was auf dem Spitalareal Grenchen «gemauschelt» wird. Der Gemeinderat und Architekt, welcher oberhalb der Areals wohnt, ist mit der Informationspolitik der Investorin Solviva und des Kantons unzufrieden.

Schon im Januar 2011 hatte die SP daher eine Motion für eine Planungszone eingereicht, welche die Pläne der Investorin hätte stoppen können. Auf eine Planungszone wurde aber verzichtet, um die Verhandlungen und die Zukunft des Areals nicht zu gefährden.

Jetzt hat Remo Bill erneut eine Interpellation eingereicht. Er fordert, dass endlich mit offenen Karten gespielt werde. «Das Spital liegt sehr vielen Grenchnerinnen und Grenchnern am Herzen. Sie haben nach wie vor einen starken Bezug dazu.» Da sei es nur normal, dass die Öffentlichkeit wissen will, wie diese Pläne aussehen.

Verschiedene Fragen

Vor einem Jahr war zugestanden worden, künftig mehr zu informieren. Obwohl inzwischen einige Artikel in dieser Zeitung stark zur Klärung beigetragen haben, reicht das dem SP-Präsidenten nicht. Dazu heisst es im Interpellationstext: «Von einer verbesserten Kommunikation habe ich bis heute nichts gemerkt. Der Gemeinderat wurde über den Stand der Planung nie orientiert. Dies ist sicher nicht förderlich für eine gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Grenchen, dem Kanton Solothurn, der Solothurner Spitäler AG soH und dem Investor.»

Eine Informationsveranstaltung, wie sie beim Velodrome durchgeführt wurde (wir berichteten), könnte Transparenz in die Situation bringen. «Die gesamte Bevölkerung muss Gelegenheit bekommen, zu sehen, was mit ‹ihrem› Spital passieren wird», sagt Remo Bill. Mit seinem Vorstoss stellt er nun verschiedene Fragen an die Verwaltung; zur künftigen Nutzung, zu den Besitzverhältnissen, zu den architektonischen Qualitäten und zum zeitlichen Ablauf.

Und die Antworten

Allzu lange muss Grenchen tatsächlich nicht mehr auf eine umfassende Information warten, wie Willi Gyger, Verwaltungsratspräsident Solviva (und Sunnepark Grenchen AG), auf Nachfrage erklärt. «Die Pläne werden an der kommenden Mittelländer Ausstellung mia der Bevölkerung vorgestellt.» Und zwar unabhängig vom SP-Vorstoss. Vom 12. bis 20. Mai gibt es Gelegenheit, mit eigenen Augen zu sehen, was auf dem Spitalareal entsteht.

Ein paar Fakten vorab: Die Sunnepark AG hat mit dem kantonalen Hochbauamt entschieden, dass das Grenchner Architekturbüro Branger den Auftrag zum Um- und Anbau des «neuen Spitals» zu einem Gesundheits-, Pflege- und Weiterbildungs-Zentrum erhält. Betreffend Wohnüberbauung auf dem Areal des «alten Spitals» wurde noch kein Architektur-Entscheid gefällt. Für das Land verfügt die Solviva über ein 100-jähriges Baurecht, im Gesundheitszentrum ist sie Minderheitsstockwerkeigentümerin mit einem Kaufrecht auf den Rest (wir berichteten).

Der ganze Sunnepark Grenchen soll dereinst rund 30000 Quadratmeter umfassen (siehe Grafik), die Wohnungen im Sommer 2014 bezugsbereit sein. Auf dem nördlichen Arealteil sind 100 hindernisfreie Wohnungen für Betagte und Familien geplant. Es entsteht ein Gesundheitszentrum mit vielfältigem Angebot und einer Hausarztpraxis. Zusätzliche Infrastruktur und ein Weiterbildungszentrum runden das Paket ab.

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