Dies bedeute, dass der Richtplan nicht die nötige Kraft erhalte, schreibt die Partei in einer Medienmitteilung. «Hier wurde eine Chance verspielt, dass der Richtplan auch wirklich befolgt wird. Nun bleibt er wohl als ‹Papiertiger› schubladisiert», kritisiert die SP. «Die SVP wusste nichts Besseres, als sogar zu fordern, das Label ‹Energiestadt Grenchen› abzuschaffen.»

Allem Anschein nach sei sogar auch Stadtpräsident François Scheidegger gegen die «Energiestadt Grenchen», unterstellt die SP, denn er habe auch gegen die Behördenverbindlichkeit gestimmt.

Vorreiterrolle einnehmen

Für die SP Grenchen sei diese Haltung unverständlich. «Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt und setzen uns dafür ein, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.» Im SP-Legislaturplan sei definiert, dass Grenchen die Energieversorgung mit erneuerbaren Energien und die Energieeffizienz vorantreiben soll. Deshalb setze sich die SP für den Erhalt des Labels «Energiestadt Grenchen» und für den Windpark Grenchen ein.

Zudem begrüsse sie Förderungsmassnahmen von alternativer Energien. «Ja, wir fordern sogar eine ‹Solarcity› Grenchen mit vorbildlich isolierten städtischen Liegenschaften und einer möglichst hohen Eigenproduktion von Wärme (Sonnenkollektoren) und Strom (Photovoltaik).» Die Stadt Grenchen soll eine Vorreiterrolle in der Region, ja im Kanton, bei der Förderung erneuerbarer Energien einnehmen, fordert die SP.(at.)