Am Mittwochabend gab SP-Gemeinderat und Nationalratskandidat Urs Wirth bestehenden Gerüchten nach und erklärte vor versammelter SP-Schar, er werde sich für die Wahl zum Stadtpräsidenten im Jahr 2013 zur Verfügung stellen. Die Parteimitglieder belohnten die Ankündigung mit Applaus und Bravorufen. Wirth erklärte, er habe seine Nationalratskandidatur als «Sondierbohrung» gesehen. «Ich wollte wissen, wie meine Akzeptanz in Grenchen ist.»

Sein Ergebnis habe ihm Mut gemacht. Klar ist also: Urs Wirth würde das Amt von Boris Banga gerne übernehmen. «Die 15 Jahre im Gemeinderat haben mich geprägt und erfüllt. Ich habe viel gelernt und bin sicher, dass ich jetzt das Rüstzeug habe, um dieses Schiff weiter zu steuern.» Parteipräsident Remo Bill ergänzte, es gebe noch weitere Interessenten zum Beispiel Eric von Schulthess (GLP Grenchen), Wirth sei aber sicher ein guter Kandidat.

Der amtierende Stadtpräsident Boris Banga liess sich noch nicht in die Karten blicken. Ob er wieder antrete, könne (oder wolle?) er noch nicht sagen. Die parteiinternen Ausmarchungen folgen. Mitte März will die Partei ihre Strategie definieren, im September findet die Nominierungsparteiversammlung statt. Ein langjähriges Parteimitglied meinte noch: «Der Boris wird wohl schon nicht mehr antreten. Jedenfalls hat man das schon gerüchtehalber so gehört.» (fup)