Insbesondere ein gewaltsames Eindringen von aussen im letzten Dezember forderte das ganze Team enorm. Unerwartete Probleme beim Neubau Küche/Personalrestaurant/Administration konnten ebenfalls bewältigt werden.

Die Neuaushandlung einer Leistungsvereinbarung mit dem Kanton hingegen harrt, insbesondere wegen des grossen Spardrucks, noch einer Lösung.

Vereinspräsident Andreas Kummer nahm in seinem Jahresbericht kein Blatt vor den Mund: «Wir haben uns mit den ursprünglich vereinbarten Einsparungen einverstanden erklärt und unsere Hausaufgaben gemacht. Was uns aber nun vorgesetzt wird, kommt einem Kahlschlag gleich. Dieser Substanzverlust ist mit den ursprünglich im Regierungsrats-Beschluss vorgesehenen Massnahmen nicht mehr vereinbar.»

Er verwies auf die Tatsache, dass man in den letzten Jahren 1,3 Millionen eingespart habe und auch das zur Verfügung stehende Budget nie gänzlich ausgereizt wurde. Eine Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz belege ausserdem eindrücklich, dass das Sonderpädagogische Zentrum äusserst erfolgreich arbeitete.

So beginnen 87 Prozent der Jugendlichen mit Abschluss im Bachtelen eine Ausbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis. 74 Prozent hatten im Alter von 24 Jahren eine Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen und sorgten selbstständig für ihren Lebensunterhalt, im Alter von 28 Jahren waren es gar deren 84 Prozent.

Diese Zahlen liegen deutlich über jenen in den Regelschulen. «Wir sind deshalb bereit, im Sinne unserer Kinder und Jugendlichen mit allen politischen und juristischen Mitteln zu kämpfen», betonte Kummer.

Auch Gesamtleiter Karl Diethelm sprach von schwierigen Verhandlungen, führte aber pragmatisch an: «Wir werden einen Weg finden, ohne Substanzverlust unsererseits zu einer Vereinbarung zu kommen.»

Als grösste Herausforderung, die er mit seinem Team je zu bewältigen gehabt habe, bezeichnete er den Vorfall vom 6. Dezember 2013, als ein Schüler des Bachtelen von einem Eindringling von aussen schwer verletzt wurde.

Nicht zuletzt dank der neuen Führungsstruktur sei es gelungen, diese Krise mit all ihren anspruchsvollen Problemstellungen wie Betreuung von Opfer, dessen Familie und betroffener Mitarbeiter, die Zusammenarbeit mit Polizei und Staatsanwaltschaft sowie Kommunikation nach innen und aussen, inklusive aufwendiger Medienarbeit, zu meistern. «Wir haben vieles richtig gemacht. Rückblickend sind wir aber vor allem dankbar, dass es dem betroffenen Schüler den Umständen entsprechend wieder gut geht», resümierte er.

Auch beim Neubau Küche/Personalrestaurant/Administration waren alle Beteiligten gefordert. Nach anfänglichen grossen Rückschlägen, da sich der Baugrund als sehr schwierig erwies, gelang es schrittweise, das Projekt so umzusetzen, wie es sich die Verantwortlichen erhofft hatten.

Man freut sich nun auf die Aufrichte-Feier Ende August. Andreas Kummer bemerkte dazu mit unmissverständlichem Blick auf die bereits angesprochenen Verhandlungen mit dem Staat: «Das millionenschwere Projekt haben wir selber gestemmt. Den Kanton kostete dies rein gar nichts.»