Sommer Gospel Grenchen
«G wie Gospel, Glauben und Grenchen»: Eine stimmungsvolle Alliteration auf dem Marktplatz

Die Gospel-Formation Generation G war am Samstagabend in der 11. Ausgabe des Sommer Gospel Grenchen auf dem Marktplatz zu Gast.

Andreas Toggweiler
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Carol Vladini leitet den Gospelchor Generation G.

Carol Vladini leitet den Gospelchor Generation G.

Bilder: at.

«Ich bin froh, wieder in Grenchen zu sein und diesmal auch open air auftreten zu können», sagte Carol Vladini, Leiter des Ostschweizer Gospelchors Generation G anlässlich des Auftritts vom Samstag. Vor fünf Jahren musste das Konzert wegen des Wetters in der Zwinglikirche stattfinden.

Dieses Jahr machte Petrus voll mit und ein milder Sommerabend machte den Aufenthalt auf dem Marktplatz angenehm. Eine Jacke war frühestens nach der Pause angesagt. Für Generation G war es zudem der erste Auftritt nach eineinhalb Jahren, wie Vladini sagte. Man sei also voll motiviert.

Sommer Gospel Grenchen 2021

Sommer Gospel Grenchen 2021

Nach dem Opening Act Jessica Maurer trat der Chor kurz nach 20.30 auf die Bühne und brachte die Zuhörer nach einer Aufwärmphase in Stimmung. Doch bald ging der feurige Gospel in eher ruhige Balladen über, was nicht alle gleichermassen schätzten. Im zweiten Konzertteil und bei den Zugaben kamen die Fans der Traditionals dann doch noch auf ihre Rechnung.

Das abendfüllende Programm bewältigte der vornehmlich weibliche Chor mit druckvollen und durchaus auch souligen Solistinnenstimmen mit Bravour. Eine vierköpfige Live-Begleitband sorgte für einem zeitgemässen Klangteppich, auf dem das Publikum dann gemeinsam mit der Band in «höhere Gospel-Spären» abheben konnte.

Sommer Gospel Grenchen 2021

Sommer Gospel Grenchen 2021

Der Umstand, dass man Gospelmusik nur an Weihnachten spielte, brachte vor elf Jahren Initiant Roli Streit auf die Idee mit dem Sommer Gospel Grenchen. Er zieht nach der neuesten Ausgabe eine positive Bilanz:

OK Chef zufrieden

«Wir sind sehr zufrieden, das Wetter war besonders dieses Jahr ein Geschenk und weit weg von selbstverständlich. Dazu hatte sich der Mond noch zu einer Spezialdekoration gemausert.» Generation G stehe für Gospel, Glauben und Grenchen, hatte Streit am Samstag zum Publikum gesagt.

Der Chor habe mit seiner eigenen Urban-Gospel Mischung etwas eine Aufwärm-Phase, gebraucht, meinte Streit am Sonntag. «Mit dem «Oh happy day» und einem bekannten Schlussbouquet war es aber eine gute, eigenständige Gospel-Mischung.» Auch Jessica Maurer mit Gitarren-Begleitung habe eine perfekte Einstimmung in den Konzert-Abend geboten; unaufgeregt, groovig und mit eigenem Stil.

Corona-Hürden gemeistert

Die diesjährige Ausgabe hatte einige Hürden wegen Covid und organisatorischen Belangen zu nehmen. «Der jahrelang treue Techniker kann uns nicht mehr ohne Weiteres seinen Freundschaft-Preis anbieten. Und wir merkten, dass zusätzliche Events in der Stadt über die Bühne gingen.»

Über das finanzielle Ergebnis konnte Streit am Sonntag noch nichts sagen. Man rechne aber aus genannten Gründen mit einem höheren Budget nächstes Jahr.

Keine Probleme hätten jedoch die zusätzlichen Corona-Massnahmen verursacht. Die Besucherzahl sei stabil geblieben. «Mit der guten, stabilen Besucherzahl und der tollen Stimmung, bleibt die Motivation fürs OK auch auf 2022 hoch«, sagt Roli Streit.

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