Stadtbummel Grenchen
Solothurn, wir kommen

Dagobert Cahannes über die politische Vertretung der Stadt Grenchen im Kanton und über das fehlende politische Interesse der Grenchner.

Dagobert Channes
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Dagobert Channes: «Wir Grenchner haben am 12. März eine demokratische Chance, für eine angemessene Vertretung in Solothurn zu sorgen» (Symbolbild)

Dagobert Channes: «Wir Grenchner haben am 12. März eine demokratische Chance, für eine angemessene Vertretung in Solothurn zu sorgen» (Symbolbild)

Solothurner Zeitung

Vor knapp einem Jahr (26. März 2016) habe ich in meinem Stadtbummel darauf hingewiesen, dass wir Grenchnerinnen und Grenchner am kommenden Wochenende wiederum die demokratische Chance haben, unsere Delegation im Kantonsrat für die Jahre 2017 bis 2021 zu bestimmen. Gleichzeitig dürfen wir auch auf die Zusammensetzung unserer fünfköpfigen Regierung Einfluss nehmen.

Ich habe speziell drauf hingewiesen, dass wir – immerhin die zweitgrösste Stadt des Kantons – zahlenmässig schwach vertreten seien. In unserer Amtei, der Amtei Solothurn-Lebern, sind wiederum 23 Sitze zu vergeben. Grenchen bringt es aktuell auf vier Kantonsräte, Bettlach auf deren drei (!) und Solothurn auf deren zehn.

Wenn ich mir nun die Zahl der aktuellen Kandidaten und Kandidatinnen anschaue, dann bringen wir es auf deren 29! Ja, Sie haben richtig gelesen: Es sind bescheidene 29.
Solothurn bringt es auf 54. Aus Olten werden sogar 86 gemeldet.

Wollen wir Grenchner in Solothurn nicht mitreden? Sind wir nicht daran interessiert, im Kantonalen Parlament mitzuwirken, die Interessen der Stadt Grenchen zu vertreten? Ich fasse es nicht.

Fairerweise muss man darauf hinweisen, dass Grenchen keinen «politischen Speckgürtel» um sich hat wie Solothurn. Wir haben lediglich Bettlach als Nachbarn. Alle anderen Nachbarn sind Berner Gemeinden. Das hat einen Einfluss.

Ich sage damit nicht, dass man Vertreter anderer Gemeinden streichen soll. Ich will lediglich darauf hinweisen, dass wir Grenchner am 12. März eine demokratische Chance haben, für eine angemessene Vertretung in Solothurn zu sorgen. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich hüte mich davor, einzelne Wahlempfehlungen abzugeben. Alle wichtigen Parteien sind vertreten und es hat absolut valable Vertreterinnen und Vertreter auf diesen Listen. Sozusagen für alle etwas!

Wieso nicht die persönlich favorisierte Liste zur Hand nehmen, bevorzugte Frauen und Männer zweimal aufführen (kumulieren) und ab in die Wahlurne oder ins Wahlkuvert stecken? Und nicht vergessen – es dürften ruhig ein paar Grenchner mehr sein.
Chancen soll man nutzen. Sie auszulassen ist fahrlässig!

P.S. Der guten Ordnung halber weise ich darauf hin, dass ich nicht für einen Sitz im Kantonsrat kandidiere. :-)