Bettlach
Solaranlage soll in Planung für Schulhaus-Sanierung miteinbezogen werden

Bei der Umsetzung der Solarmotion ist man in Bettlach einen Schritt weiter. Voreilig handeln will der Gemeinderat aber nicht. Er will die Installation einer Solaranlage auf dem Dach des Schulhauses Ischlag in die Planung der Sanierung miteinbeziehen.

Oliver Menge
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Solaranlagen sollen auf geeigneten Dächern installiert werden.

Solaranlagen sollen auf geeigneten Dächern installiert werden.

Die Planungs- und Umweltkommission Pluk wurde bei der Umsetzung der vom Souverän beschlossenen Solarmotion vor einige Probleme gestellt. Die Motion verlangt, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre auf geeigneten Dächern von Liegenschaften der Einwohnergemeinde solarthermische oder photovoltaische Anlagen installiert werden müssen. Man zog im letzten Jahr einen Energiefachmann von der Repla GB hinzu - Philipp Kaysel - und beschloss, zuerst die infrage kommenden Gebäude auf ihren energetischen Zustand überprüfen zu lassen. Kaysel kam zum Schluss: Zuerst müsse eine Sanierung der Gebäude aus energetischer Sicht erfolgen, bevor man Anlagen auf die Dächer montiere. Ausserdem seien in erster Linie Energieeinsparungen anzustreben.

Aufgrund des Zwischenberichts des Energiefachmanns vom letzten November wurde eine Reihe von Sofortmassnahmen und deren Priorität festgelegt. Gemeindepräsident Hans Kübli bewilligte auf Antrag der Pluk einen Nachtragskredit von 15 000 Franken für kleinere, sehr wirksame Sofortmassnahmen, wie zum Beispiel der Ersatz defekter Heizungsventile, die Abdichtung von Fenstern und Ähnliches. Kaysel hatte ausserdem diejenigen Gebäude überprüft, deren Dächer für eine Solaranlage geeignet wären.

Ein erster Schritt

Nun schlug die Pluk dem Gemeinderat vor, einen ersten Schritt bei der Umsetzung der Motion zu machen und auf der Schwimmhalle des Schulhauses Ischlag eine solarthermische Anlage von 76 Quadratmetern zu installieren, Kostenpunkt 100 000 Franken. Mit dieser Anlage könnten das Schwimmbad und Brauchwasser beheizt werden. Laut Bauverwalter Titus Moser könne man diese Anlage auch innerhalb weniger Jahre amortisieren.

Gemeinderätin Barbara Leibundgut von der FDP befürwortete das Vorgehen der Pluk, wies aber darauf hin, dass man im Rahmen der Schulraumplanung zum Schluss gekommen sei, dass das Schulhaus Ischlag saniert werden müsse und man besser die Solaranlage in die Planung dieser Sanierung miteinbeziehen sollte.

Leonz Walker von der SVP zeigte sich überrascht über den «nicht ausgereiften Schnellschuss» der Pluk. Fachleute hätten ihm erklärt, dass die Idee zwar grundsätzlich nicht schlecht sei, sich eine solarthermische Anlage zur Beheizung von Schwimmbädern aber nicht eigne. Thomas Steiner von der CVP bedauerte das Stückwerk. Er hätte sich von der Kommission eine Gesamtshow gewünscht. Den Vorschlag der Pluk bezeichnete er als Beruhigungstablette, ein grosser Wurf bei der Umsetzung der Motion wäre ihm lieber gewesen.

Mathias Stricker von der SP und Motionär zeigte sich zufrieden. Man sei auf gutem Weg, die Motion und das Energiespar-Postulat umzusetzen. Die SP unterstütze aber ebenfalls den Antrag der FDP. Auch Patrik Gfeller sprach sich im Namen der SVP für das Gesamtpaket «Sanierung Ischlag» aus.

Der Antrag der FDP wurde schliesslich einstimmig vom Gemeinderat angenommen. Der Ball liegt nun bei der Baukommission.