In den letzten Tagen wurde diverse kosmetische Massnahmen am Marktplatz vorgenommen. So wird man unter dem Stadtdach künftig wieder Schach oder Mühle spielen können. Die Spielfelder wurden neu gemalt und zwei Boxen mit Figuren angeschafft.

Auf Vordermann gebracht wurde auch das Pissoir im Holzpavillon am Rand des Platzes und das Behinderten WC. «Ich habe angeordnet, dass die Anlagen gereinigt und repariert werden», erklärte Stadtpräsident François Scheidegger am Donnerstag anlässlich eines Augenscheins. Dort wo die Swisscom-Telefonzelle stand, wird man künftig die Hände waschen können.

Pärkli gesäubert

Auch das Pärkli vor dem Restaurant Station 1 wurde gereinigt. Man hofft, dass sich hier allmählich wieder ein gemischtes Publikum einfindet. Die einzigen Schattenplätze auf dem Marktplatz waren zunehmend von Alkoholkranken in Beschlag genommen worden. Die Pappeln bei der angrenzenden Rainstrasse wurden vom Dickicht befreit, in dem es jeweils ziemlich nach Urin stank.

Am Donnerstag wurden auch die ersten der angekündigten Stühle gesichtet, mit denen der Marktplatz künftig möbliert werden soll. Vorerst sind es 20 an der Zahl, welche zwei und zwei zusammengekettet, auf Sitzgäste warten. «Es sind noch nicht die definitiven Modelle, diese sind noch nicht lieferbar», begründete Mike Brotschi vom Stadtmarketing das Provisorium, das allerdings schon recht robust daherkommt. Nächstes Jahr sollen es dann 40 Stühle sein, die nach dem Vorbild des Zürcher Sechseläutenplatzes zur freien Benützung herumstehen.

Wer allerdings ein schattiges Plätzchen will, muss nach wie vor ins Restaurant oder ins erwähnte Pärkli. Das Restaurant Passage sei für das Aufstellen und abräumen der Spielfiguren zuständig, hiess es. Es verfügt auch über den Schlüssel zum Behinderten-WC. Schliesslich wurden die Bäume am Marktplatz mit 50 Solarlampen behängt, welche nachts für etwas Ambiance sorgen sollen. Noch geprüft wird, ob auf der kleinen Wiese hinter den Plakatständern, dort wo früher die Blumenuhr der Eterna war, Spielgeräte für Kinder platziert werden können.

Vielfältige Spielplätze

Der Augenschein vom Donnerstag umfasste auch einen Besuch bei den Kinderspielplätzen, welche mitunter wegen Vandalismus für Gesprächsstoff sorgen. Chantal Heusser von der Interessengemeinschaft Spielplätze Grenchen orientierte zusammen mit dem neuen Stadtgrün-Leiter Patrick Nyffenegger über die Besonderheiten der einzelnen Spielplätze und die erfolgten Reparaturarbeiten.

Jeder Spielplatz verfügt über Spezialitäten, seien dies die Spielgeräte, gedeckte Sitzplätze oder ein alter Baumbestand der für ausreichend Schatten sorgt wie beim Spielplatz Maria-Schürerstrasse. «Der Spielplatz Schmelzi bietet für jede Altersgruppe etwas», meinte Patrick Nyffenegger: Spielgeräte für die Kleinen, ein Fussballfeld, eine Seilbahn (Tirolienne) und eine Feuerstelle für die ganze Familie. Er ist eigentlich ein Park, der über einer Zivilschutzanlage mit Trafostation gebaut wurde.

Es gibt aber auch Schwachstellen wie der Hügel beim Lingeriz-Platz, von welchem die Kinder Steine in den Hinterhof des neuen Kindergartens werfen, Probleme mit Abfällen oder auch mit heiklen Pflanzen wie Buchs. Dazu kommt zurzeit akuter Wassermangel.

Die Spielplätze Schmelzi, Lingeriz, Röti und Robinson sind jeweils am Mittwochnachmittag betreut, für den Spielplatz Lerchenweg wird noch eine Betreuungsperson gesucht; für den Robinson-Spielplatz am Oelirain ein neuer Standort, weil dort eine Überbauung geplant ist.