Grenchen

So manche Gruppe am Kinderumzug hatte mit dem Wind zu kämpfen

Zum zehnten Mal wurde der Grenchner Kinderfasnachtsumzug als Cortège rund um den Marktplatz geführt. 680 Kinder nahmen am Umzug teil.

Unter frühlingshaften Bedingungen marschierten die jungen Narren am Donnerstagnachmittag rund um den Marktplatz und zeigten dem zahlreichen Publikum, was sie in den letzten Wochen selbst gebastelt hatten. Gesamthaft nahmen 960 Fasnächtler teil, darunter 680 Kinder.

Wieder erwiesen sich die Spielgruppen, Kindergärten und Schulen von Grenchen als sehr kreativ. Das Kastelsschulhaus beispielsweise präsentierte wilde Gesichter und die Kindergärten Witmatt, Freimatt und Eichholz Farbenmonster. Da eine wütende Fratze, die knurrte und ein Kind erschreckte, um ihm dann ein Täfeli entgegenzustrecken. Dort ein trauriges, blaues Gesicht. Und etwas weiter ein fröhliches Lächeln, das Zähne zeigte.

Zwei vierte Klassen des Schulhauses Halden traten als Regenbogenfische auf, mit Schiffhüten aus Landkarten. Cowboys, Prinzessinnen, Drachen, Pinguine, Superhelden, Himmugüegeli, Piloten mit dem Tower des Flugplatzes und noch vieles mehr bildeten den bunten Zug. Ausgelassen wurde gewinkt und eifrig so manche Konfettischlacht ausgefochten.

Das Kindernarr-Team, als Wikinger verkleidet, hatte auf seinem Wagen einen rosa Drachen gezähmt. Die Schuelschwänzer und die Schnabuwetzer Selzach sowie die Hilari- und Luna-Zunft sorgten für die musikalische Begleitung.

Kinderumzug 2017 in Grenchen

Kinderumzug Grenchen

Ausgelassen «vom Wind verweht»

Lediglich der Wind konnte sich als etwas mühsam erweisen; «vom Winde verweht», war dann auch ein grinsender Kommentar, den man im Anschluss aus so manchem Fasnächtlermund hörte. Gerade die Quallen vom Schulhaus Eichholz hatten etwas mit dem Wind zu kämpfen und mussten die Schirme festhalten, damit sie nicht wegflogen. Die Schirme – beziehungsweise die Köpfe der Quallen – erwiesen sich ausserdem als gute Schutzschilde gegen jeden Konfettiangriff.

Zum ersten Mal wurde der Kinderumzug als Cortège abgehalten, das heisst, dass der Start- und Endpunkt für jede Umzugsgruppe identisch war. Der Entscheid für diese Umstrukturierung wurde nach der letztjährigen, verregneten Fasnacht gefällt und erwies sich als gut taktierte Lösung: Es kam zu keinen langen Wartezeiten mehr, von Anfang an gab es für alle am dreiviertelstündigen Umzug etwas zu sehen, egal, wo sie sich am Strassenrand aufstellten.

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