Grenchen
So hat sich das «Brühl» für die Uhrencup-Partie heraus geputzt

Das Konzept mit zwei Spielorten beim Uhrencup stellt auch eine logistische Herausforderung dar. Am Donnerstag musste einiges Material von Biel nach Grenchen chauffiert werden. Mitarbeiter der Stiftung Schmelzi halfen beim Aufbau.

André Weyermann
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Uhrencup: Mitarbeiter der Stiftung Schmelzi befestigen Banden im Stadion Brühl
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Mitarbeiter der Stiftung Schmelzi sind fast den ganzen Vormittag damit beschäftigt

Uhrencup: Mitarbeiter der Stiftung Schmelzi befestigen Banden im Stadion Brühl

Hanspeter Bärtschi

Es braucht viele flinke Hände, die mit anpacken, wie ein Augenschein am Morgen vor der Partie Benfica Lissabon gegen Neuchâtel Xamax auf dem «Brühl» zeigt. Urs Siegenthaler und ein Dutzend Helfer sind im Begriff, die letzten Werbebanden anzubringen, damit diese am Abend auch ihre gewünschte Wirkung erzielen.

Die rund 200 Laufmeter wurden am Vorabend gleich nach dem Spiel in Biel demontiert und nach Grenchen transportiert. Bereits um acht Uhr morgens machte man sich dann an den Wiederaufbau. «Dank der Mitarbeit der Leute vom Wohnheim Schmelzi klappt das bestens», erklärt Urs Siegenthaler. «Ohne sie wäre das Ganze nicht zu bewältigen. Toll ist auch die familiäre Stimmung», fügt er bei.

Der ehemalige NLA-Spieler des FC Grenchen war zusammen mit Sascha Ruefer und Roger Rossier massgeblich daran beteiligt, dass der Uhrencup zu Beginn des Jahrtausends wiederbelebt wurde. Auch wenn die Organisation nun in anderen Händen liegt, nimmt sich Urs Siegenthaler jeweils zwei Wochen Ferien, um seine Erfahrung und Arbeitskraft dem Turnier zur Verfügung zu stellen. Und Erfahrung besitzt er genug. Schliesslich war er während Jahren für «Omega» weltweit tätig und hatte in dieser Funktion auch die Zeitmessung an Olympischen Spielen zu verantworten.

Hanspeter Bärtschi

Es gibt noch einiges zu tun an diesem Tag: Nicht funktionstüchtige Stühle müssen aussortiert und ersetzt werden, dem Fernsehen wird zur Hand gegangen, ebenso den Leuten vom Ticketverkauf, das Parking will organisiert sein und es wird darauf geachtet, dass sich das «Brühl» so richtig herausgeputzt präsentiert, wenn die Stars am Abend auflaufen. Erfreut über die Zusammenarbeit zeigt sich auch Mike Rüegsegger vom Wohnheim Schmelzi: «Es ist für uns ein Krampf, aber auch eine willkommene Abwechslung.»

Der 63-jährige Urs Siegenthaler schwärmt im Übrigen von der einmaligen Atmosphäre im Stadion und weiss zu erzählen, dass diese Einschätzung auch von den Topteams geteilt wird. «Das schmeckt noch nach Fussball.» Diesen Ausspruch habe er mehr als einmal von illustren Gästen gehört. Natürlich hofft er, dass auch in Zukunft Spiele in Grenchen im Rahmen des Uhrencups durchgeführt werden.

Auch bereits vor Ort befindet sich Peter Traub von der Firma «Fotra». Zusammen mit vier Mitarbeitenden stellt er die Infrastruktur für die verschiedenen Imbissstände, die dann vom FC Grenchen betrieben werden. «Wir selber sind zuständig für die Mannschaftscaterings in Biel und Grenchen», erklärt er. Wie schon im letzten Jahr ist zudem der VIP-Bereich im Restaurant Velodrome angesiedelt. «Wir erwarten gegen 90 Gäste, die verköstigt werden», führt Peter Traub weiter aus.

Damit die Zuschauenden in den Genuss eines Fussballfestes in Grenchen kommen, wird viel Kleinarbeit im Hintergrund geleistet. Den zahlreichen Helferinnen und Helfern ist es unter anderem zu verdanken, dass Grenchen seine Visitenkarte im internationalen Fussball weiterhin abgeben kann.