Allein 130 Wohnungen, darüber hinaus knapp 60 Garagen, 220 Parkplätze und andere Räume besitzt die Stadt Grenchen. In der Regel sind städtische Liegenschaften vermietet, doch wie gross ist der Immobilienpark der Stadt effektiv – und vor allem: Rentiert er, oder wirft die Stadt (Steuer-)Geld zum Fenster hinaus? Diesen Fragen geht die SVP-Fraktion mit einer aktuellen Interpellation nach.

Einmal mehr ist es Richard Aschberger, der mit seinem Vorstoss mehr Transparenz fordert. «Keiner weiss so recht, welche Immobilien die Stadt hat und was überhaupt damit geschieht. Wir möchten wissen, ob sich die Investitionen in die Gebäude auch lohnen. Beispielsweise soll transparent sein, ob Investitionen für energetische Massnahmen sich positiv auswirken, etwa dadurch, dass dadurch neue Mieter angezogen werden», erklärt der Erstunterzeichner der Interpellation.

Wo kann man sparen?

Konkret wird in der Interpellation eine detaillierte Immobilien- und Spartenrechnung verlangt. Weiter soll die Baudirektion Auskunft darüber geben, in welchem Verhältnis Ertrag und Verwaltungsaufwand stehen, wie hoch die Investitionen sind und wie es um die Leerstandquote bestellt ist. Ebenfalls wird die Frage nach allfälligen Verkaufsabsichten von Liegenschaften oder den Voraussetzungen für Anschaffungen von weiteren Immobilien gestellt. Die Effizienz der heutigen Immobilienverwaltung sei zu prüfen. Aschberger schliesst nicht aus, dass eine externe Betreuung – statt der durch die Bauverwaltung – gesamthaft günstiger sein könnte.

Gemäss Stadtbaumeister Claude Barbey ist der Immobilienpark der Stadt alles andere als ein Sorgenkind. In einer ersten Stellungnahme erklärt er, dass die Immobilien unter dem Strich rentabel seien, obwohl die Rentabilität der einzelnen Liegenschaften durchaus variieren kann. Die Leerstandquote liegen bei nahezu null. Dies werde man auch dem Gemeinderat erklären. (fup)