Saisonbilanz
SHC hat Saisonziele verfehlt – Trotz starker Qualifikation reicht es nicht fürs Final

Nach einer guten Qualifikation und dem direkten Weg in den Halbfinal scheitert der SHC Grenchen-Limpachtal, wie bereits im Cup, am wieder erstarkten SHC Belpa und verpasst den Einzug in den Final.

Rico Candrian
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SHC Grenchen-Limpachtal im Spiel gegen den SHC Belpa. (archiv)

SHC Grenchen-Limpachtal im Spiel gegen den SHC Belpa. (archiv)

Hans Peter Schäfli

In der ersten Saisonhälfte drehten die Grenchner auf und setzten sich zusammen mit den Oberwil Rebells an der Spitze fest. Die Uhrenstädter hatten nach neun Spielen acht Siege auf dem Konto, die einzige Niederlage kassierte man gegen Dominator Oberwil, dabei spielte der SHC wie eine Maschinerie, schoss 74 Tore (8,2 pro Spiel), was auch im Strassenhockey ein immenser Wert ist. In dieser Phase legte Grenchen den Grundstein für die direkte Halbfinal-Qualifikation, über die sich die beiden Erstplatzierten freuen können.

Im Cup qualifizierten sich sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft des SHC Grenchen-Limpachtal für die Achtelfinals, das NLA-Ensemble fegte Dulliken (1. Liga) mit 2:15 vom Feld, während die NLB-Equipe, etwas mehr Mühe bekundete, am Ende aber den SHC Berner Oberland (ebenfalls NLB), von dem man aber dann in den Playoffs eliminiert wurde, mit einem 8:9-Sieg nach Verlängerung aus dem Cup schickte.

Der Start in die zweite Saisonhälfte verlief nicht wirklich optimal: In Sierre kassierten die Grenchner ihre erst zweite Niederlage der Saison (9:3), eine Woche später distanzierten sich die Uhrenstädter in einem torreichen Spiel aber mit einem 11:6-Sieg vom anderen direkten Verfolger, dem SHC Belpa. Die letzte Partie in dieser Phase war das Duell gegen Oberwil, das vor Grenchen an der Spitze der Tabelle stand. Der SHC lag zwar nach dem Startdrittel mit 2:1 in Führung, konnte den Vorsprung gegen Ende aber nicht verwalten und verlor schliesslich klar mit 4:7.

Als Nächstes stand der Cup-Achtelfinal gegen Belp auf dem Programm, über einen sehr abwechslungsreichen Spielplan von den Gegnern her konnten sich die Uhrenstädter also nicht freuen. Belp provozierte viele Strafen auf Grenchner Seite, holte seinerseits auch zahlreiche, insgesamt standen am Ende des Spiels 15 2-Minutenstrafen zu Buche.

Die Berner gingen drei Mal in Führung, Grenchen hatte leider nur zwei Mal die Möglichkeit, auszugleichen, da das dritte Belper Tor das entscheidende und beendende 3:2 in der Verlängerung war. Somit war das erste Ziel, die Titelverteidigung im Cup, geplatzt. Die Meisterschaft wurde erwartungsgemäss auf dem zweiten Platz abgeschlossen, dazu bezwang man als erste und schliesslich auch einzige Mannschaft die Oberwil Rebells und holte in den letzten sechs Quali-Spielen eine ausgeglichene Bilanz von drei Siegen und drei Niederlagen.

Belp und Sierre mussten in den Playoffs noch die Viertelfinals bestreiten, setzten sich dort aber ohne Probleme durch, die bessere Quali-Mannschaft, das drittplatzierte Belp, wurde also die Grenchner Hürde für den Final. Grenchen entschied Spiel 1 zu Hause mit einem zum Schluss knappen 6:5-Sieg für sich, bewahrte den Heimvorteil und hatte die Möglichkeit, sich bereits in Belp für den Final zu qualifizieren. Dort endete das Spiel ebenfalls mit einem Ein-Tore-Unterschied, diesmal jedoch zugunsten von Belp, das die Partie in den letzten eineinhalb Minuten drehte und Grenchen mit einer sehr bitteren Niederlage nach Hause schickte, es kam zur «Belle» in Grenchen. Hier brach der SHC auseinander, musste im Schlussdrittel einem 1:5-Rückstand nachhinken und verlor schliesslich mit 3:7. Das zweite Ziel, der Finaleinzug, wurde somit auch nicht erreicht.

Grenchen konnte diese Saison trotz allem wieder zeigen, dass es zum Besten gehört, was das Schweizer Strassenhockey zu bieten hat und wird nächste Saison wieder voll angreifen, um vielleicht einmal Oberwil, das wieder Meister wurde, vom Schweizer Thron zu stürzen.

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