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Früh auf das faszinierende Werk gestossen, aber ...

«Vegetation im Süden heisst ein weiteres Bild aus der Kunstsammlung Rentsch, das wir heute vorstellen. Bis es in den Besitz der Sammler kam, dauerte es eine Weile.

Andreas Toggweiler
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Das fast quadratische Bild des Solothurner Künstlers Otto Morach ist im Jahr 1922 anlässlich eines Tessiner Aufenthaltes in der Gegend von Ascona entstanden (Monte Verita). Es zeigt eine südliche Landschaft mit üppigen Pflanzen und Bäumen sowie vier Tieren, die sich ruhig und gelassen in die Umgebung einfügen. Die Vegetation weist vielfältigste, klar abgegrenzte Formen in allen möglichen Grüntönen auf und hebt sich von kubistisch anmutenden Häusern, die das Bild auf beiden Seiten begrenzen, ab. Am oberen Bildrand erkennt man eine dynamisch wirkende gleissende Sonne, die offensichtlich für die warme, bedächtige Stimmung verantwortlich ist.

«Wir sind schon sehr früh auf das uns faszinierende Werk anlässlich von Ausstellungen (u.a. Im Kunstmuseum Thun) und in verschiedenen Publikationen aufmerksam geworden», erklären die Sammler Hanspeter und Christine Rentsch. «Das Bild des für Solothurn wichtigen Malers befand sich aber in Privatbesitz und war nicht zu erwerben. Es hätte zudem in diesem Zeitpunkt auch nicht in unser Budget gepasst. Umso grösser war die Überraschung, als das Werk viele Jahre später plötzlich an einer Auktion des Hauses Stuker auftauchte. Hier nutzte man die Gelegenheit und liess sich gar auf ein längeres zähes Bietergefecht ein, das für uns positiv ausging. Seither bildet das Werk von Otto Morach einen wichtigen Eckstein der Sammlung.» (rrg)

Die Bettlacher Kunstsammler Hanspeter und Christine Rentsch wollen in Grenchen ein Schaulager für ihre Werke bauen. Begleitend zum Projekt stellen sie einige für sie bedeutsame Bilder vor.