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Seit heute Morgen sendet Radio 32 vom neuen Zuhause aus

Ab heute sendet der Sender von seinem neuen Zuhause im Medienhaus Solothurn aus. Für das Team von Radio 32 steht der Tapetenwechsel nicht zuletzt auch symbolisch für den 20. Geburtstag, den der Sender heuer feiert.

«Technisch sind wir parat, damit der Hörer die gewohnte Radioqualität erfährt», sagte gestern Andy Nyffenegger, Leiter Technik beim Radio 32, und nahm für letzte Checks die drei Produktionsstudios unter die Lupe. Zugegeben: Ein Augenschein vor Ort im Medienhaus Solothurn an der Zuchwilerstrasse lässt zumindest noch einige optische Feinarbeiten vermuten: Kartonschachteln, die geleert werden wollen, Schrauben, die noch zu versenken sind, Kabel, wohin das Auge reicht, und ein Team, das mit Hochdruck auf den Radio-32-Neustart hinarbeitet. Pendenzen, die dem Radiohörer gemeinhin verborgen bleiben.

Im neuen Studio von Radio 32

Im neuen Studio von Radio 32

Was der geneigte Leser dieser Zeitung aber besser bestätigen kann, sobald er heute Vormittag Radio gehört hat: nämlich, obs auch wirklich geklappt hat. Wenn ja, dann wurden die Radiohörer bereits um 5.30Uhr von Marco Kühne mit der ersten Nachrichtensendung vom neuen Standort aus beglückt. Geschäftsführer Thomas Denzel bestätigte gestern allemal: «Alle Leitungstests sind gemacht, in der Nacht wird umgestellt.» So wurden gestern um 20.30Uhr dem letzten Moderator am alten Standort an der Niklaus-Konrad-Strasse das Mikrofon förmlich unter der Nase weggezogen und die «Stecker gezogen».

Vom Labyrinth zur klaren Struktur

Für das Team von Radio 32 steht der Tapetenwechsel nicht zuletzt auch symbolisch für den 20. Geburtstag, den der Sender heuer feiert. 1991 startete Radio 32 in Zuchwil, zog 1995 an den bisherigen Standort um und mauserte sich schliesslich zum Unternehmen mit 31 Festangestellten, das von Grenchen über Solothurn und Olten bis hin zu Zofingen und Langenthal rund 160000 Hörer erreicht. Nicht zuletzt gerade dieses Wachstum ist schon seit einiger Zeit Anlass gewesen, über einen Umzug in geeignetere Räumlichkeiten nachzudenken. «An der Niklaus-Konrad-Strasse waren wir auf zwei Adressen verteilt und der ganze Betrieb spielte sich in einem Labyrinth ab», weiss Thomas Denzel.

Am neuen Standort an der Zuchwilerstrasse profitiert man nun bei ungefähr gleicher Fläche von einer klareren Gliederung auf einer einzigen Etage: Während im Osttrakt die Administration mit Empfang, Werbung und Marketing untergebracht ist und auch eine Bar für Personal und Radiogäste zu finden ist, werden im Westtrakt die eigentlichen Radioinhalte produziert. Vier Moderations- und vier Produktionsarbeitsplätze, sowie zwei weitere Stationen stellen dort den Betrieb sicher.

Technisch aufgefrischt

Drei Produktionsstudios, zwei davon technisch grosszügig ausgestattete Sendestudios, sorgen für einen zeitgemässen Radiobetrieb. Zwar gab es am alten Standort deren fünf an der Zahl. Dank ausdifferenzierter Arbeitsstationen können jetzt aber einzelne Aufgaben, wie das Aufzeichnen von Telefoninterviews, ausserhalb der regulären Studios wahrgenommen werden. «Zudem haben wir mit der jetzigen Situation auch die Möglichkeit, neue Mitarbeiter in einem der Studios abseits des laufenden Betriebs zu schulen», verrät Denzel.

Auch technisch wurde der Betrieb wesentlich aufgefrischt. Das neue Sendesystem mit dem Namen «DABiS» gestaltet die Arbeitsabläufe effizienter und lässt sich besser warten. Ferner sorgen redundante Systeme bei technischen Pannen und Schwierigkeiten für eine verbesserte Betriebssicherheit. Aber eine technische Auffrischung wäre ungeachtet des Umzugs ins Medienhaus Solothurn ohnehin an der Zeit gewesen.

Rückblick auf schöne 16 Jahre

In den kommenden Wochen wird nun der alte Produktionsstandort rückgebaut. Schweren Herzens? - Natürlich habe man schöne Erinnerungen an den alten Ort, gibt Denzel zu. Dennoch sieht er sich nicht veranlasst, nostalgisches Tränchen zu verdrücken: «Ich persönlich werde deswegen nicht sentimental. Und ich spreche wohl für alle, wenn ich sage, dass wir in freudiger Erregung für die neuen Räumlichkeiten sind», fasst er schmunzelnd zusammen.

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