Schon im Jahr zuvor hatten personelle Engpässe bei der für die Flugsicherung zuständigen Firma «Skyguide» zur zeitweiligen Schliessung des gesamten Flugbetriebs geführt. Anfang Februar informierte der Flughafen, dass man aufgrund der weiterhin prekären Situation beim Vertragspartner ab sofort bis Oktober jeweils Sonntag und Montag keinen Instrumentenflug mehr anbiete.

Ein vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) bewilligtes Pilotprojekt für Instrumentenanflug ohne Flugsicherung in den Randzeiten laufe weiter. Im Herbst 2017 hatte man beim Bazl ein Gesuch gestellt, für Zeiten ohne Air Traffic Control (ATC), also ohne Fluglotsen im Tower, für Instrumentenanflüge einen Aerodrome Flight Information Service (AFIS) in einer Flight Information Zone (FIZ) einführen zu dürfen: In einer definierten Zone werden lediglich Informationen abgegeben, ohne Flugverkehrskontrolle.

Das Bazl bewilligte den Antrag. Aber bereits nach drei Tagen, am Ostermontag, kam es zu kritischen und sicherheitsrelevanten Situationen, sodass Controller von Skyguide als Beobachter im Tower die Flugverkehrskontrolle sofort übernehmen mussten.

Nächstes Jahr soll alles besser werden, denn – sofern das Uvec seinen endgültigen Segen dazu gibt – soll die Verantwortung für die Flugsicherung wieder zurück an die Regionalflughäfen gehen, die sich dann auch für einen Anbieter ihrer Wahl entscheiden können. Dieser muss sich aber für den jeweiligen Flughafen zertifizieren. Bis Mitte 2019 sollen flexible, jeweils auf die konkreten Bedürfnisse zugeschnittene Flugverkehrsservices – FlexATS – Flexible Air Traffic System – eingeführt werden.