Das Kind, ob Knabe oder Mädchen wurde aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht mitgeteilt, besuchte eine Sonderpädagogische Vorbereitungsklasse im Schulheim Bachtelen. Es wurde vom Mann, einem 22-jährigen Schweizer, mit einer Stichwaffe verletzt und musste mit der Rega ins Spital geflogen werden.

Täter der Schule bekannt

Laut Polizeiangaben geschah die Tat kurz vor 11.40 Uhr. Der Täter konnte kurz nach der Tat angehalten werden. Er stehe in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis zum Opfer und sei auch nicht im Sonderschulheim Bachtelen tätig, erklärte eine Sprecherin der Kantonspolizei Solothurn. Über allfällige Motive oder den geistigen Zustand des Mannes könne man keine Angaben machen, sie seien Gegenstand der Ermittlungen.

Auch der Gesundheitszustand des Kindes war am Abend ungewiss. «Wir sind alle sehr betroffen», sagte Karl Diethelm, der Leiter des Sonderschulheims Bachtelen gestern. Der Mann sei dem Schulheim Bachtelen zwar bekannt gewesen, es habe aber keinerlei Anhaltspunkte gegeben für eine solche Tat.

Notfallplan ausgelöst

Die Schule verfüge über einen Notfallplan, der sofort ausgelöst worden sei. Die Kinder und Lehrkräfte wurden durch den internen psychologischen Dienst und ein Care Team betreut. Die Tat geschah im Eingangsbereich des betreffenden Schulhauses, in der Übergangszeit zwischen Pause und Schulbetrieb. Laut Diethelm ist es noch nie zu einem solchen Vorfall im Zentrum Bachtelen gekommen.

Man beabsichtige, den Schulbetrieb nach Möglichkeit nächste Woche weiterzuführen. «Wie konkret, das überlegen wir in den nächsten Stunden.» Im «Sonderpädagogischen Zentrum für Verhalten und Sprache Bachtelen» in Grenchen werden rund 200 Kinder im Internats- und Tagesschulbetrieb betreut. Das Schulheim umfasst eine offene Anlage mit mehreren Gebäuden.