Moscheebau
Schwierige Suche nach den Tätern vom Moscheeland

Rund zwei Wochen nach der Aktion Unbekannter, die das Bauland der geplanten Moschee in Grenchen mit Schweineblut verunreinigten, vermeldet die Polizei keine Ermittlungserfolge. Selbst die anonymen Briefe seien als Beweis unbrauchbar.

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Beamte der Stadtpolizei, der Kantonspolizei und der Spurensicherung bergen die Schweinekadaver. om

Beamte der Stadtpolizei, der Kantonspolizei und der Spurensicherung bergen die Schweinekadaver. om

Solothurner Zeitung

Vor zwei Wochen haben Unbekannte auf dem Moscheeland an der Maienstrasse vier Schweineköpfe, eine ganze Sau und 120 Liter Schweineblut deponiert, um damit die albanisch-islamische Glaubensgemeinschaft von ihrem Bauvorhaben abzubringen. In anonymen Schreiben an Radio und Fernsehen hatte die Tätergruppe die Medien über den Frevel informiert.

Unbrauchbare Briefe

Wie die Medienstelle der Kantonspolizei auf Anfrage erklärt, gestaltet sich die Suche nach den Schuldigen sehr schwierig. «Noch haben wir keine neuen Erkenntnisse über die mögliche Täterschaft», sagt Polizeisprecherin Thalia Schweizer-Lehmann. Es sei weder zu Anhaltungen noch Einvernahmen gekommen. Zudem wird auf Nachfrage erklärt, dass die Täterbriefe als Beweis unbrauchbar sind, da sie durch zu viele Hände gereicht wurden. Ebenso dürfte es sehr schwer sein, an den toten Tieren oder ihren Teilen Hinweise zu finden.

Die Polizei verfügt über keine brauchbaren Fingerabdrücke. Inzwischen stehen aber die Delikte fest, wegen welcher sich der oder die Täter verantworten müssten. Die Straftatbestände sind (versuchte) Störung der Glaubens- und Kulturfreiheit (Art. 261 StGB), Widerhandlung gegen die Verordnung über die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten und gegen das Tierseuchengesetz (Art. 47 Abs 1 Satz 1). (fup)

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