Karate

Schweizer Meister Keith Mader: «Man braucht viel Kampfgeist»

Laura De Pasquale (3. Rang), Keith Mader, Trainer Marco Luca.

Laura De Pasquale (3. Rang), Keith Mader, Trainer Marco Luca.

Der elfjährige Keith Mader ist Schweizer Meister im Karate. Bei den nationalen Meisterschaften in Bern hat er sich nach einem packenden Finale den Titel in der Kategorie Knaben bis 14 Jahre geholt.

An diesen Meisterschaften wurde nach dem alten System gekämpft, bei dem die Sportler nur an den Händen Schutzhandschuhe tragen und der Kampf, bei einem perfekt gesetzten Treffer, gleich vorbei sein kann. Die traditionellen Werte des Karate (streben nach Vervollkommnung und Perfektion) kommen hier verstärkt zum Tragen. Karate heisst übrigens «leere Hand» und meint damit den waffenlosen Kampf.

Intensives Training

Keith Mader trainiert bei Marco Luca (Nippon Karate Grenchen) und dies dreimal wöchentlich während insgesamt vier Stunden. «Ich wollte schon immer kämpfen und habe dann von Karate gehört und mich sogleich angemeldet», erklärt er zu seiner Passion. Dies ist jetzt auch schon sechs Jahre her. Daneben hat er auch Fussball und Streethockey gespielt, musste sich aber aus Zeitgründen für eine Sportart entscheiden. Der Erfolg bestätigt ihn in seiner Wahl.

Bemerkung am Rande: Zum Interview ist er in einem T-Shirt mit der kecken Aufschrift «Wenn Karate einfach wäre, würde es Fussball heissen», erschienen. Was aber macht einen guten Karatekämpfer aus. «Man muss schnell sein und beweglich. Die Aktionen sollen präzise und mit Überzeugung vorgetragen werden. Und man muss über viel Kampfgeist verfügen», gibt er dazu umfassend Antwort.

Der hoffnungsvolle Nachwuchsathlet stammt aus einer sportbegeisterten Familie. Mutter Claudia und Grossmutter Beatrice waren Spitzen-Volleyballerinnen, Grossvater Ruedi ein sicherer Rückhalt im Tor zu besseren FCG-Zeiten. Es versteht sich von selbst, dass sie ihn – ebenso wie Vater Andreas - in seinen Bemühungen unterstützen und zu den Wettkämpfen begleiten.

Klare Vorstellungen

Keith Mader hat klare Vorstellungen, wohin ihn seine Sportlerkarriere führen soll. «Ich will Weltmeister werden», erklärt er bestimmt. Daneben möchte er die höchsten Weihen in seiner Sportart erreichen (schwarzer Gürtel, 10. Dan). Und schliesslich schwebt ihm vor, dereinst eine eigene Karateschule zu betreiben. Vorerst gilt es aber, weitere Fortschritte zu erzielen, um dem motivierenden Wunsch seines Trainers Marco Luca näherzukommen, der da lautet: «Ich möchte, dass ihr eines Tages bessere Kämpfer werdet, als ich es selber bin.»

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