Grenchner Flughafen
Schweizer Luftwaffe über Grenchen

Die Schweizer Luftwaffe zeigt im Rahmen des Heli-Meetings und des Jubiläums 30 Jahre Mia was sie hat. Diverse Flugvorführungen sind am Samstag in Grenchen angesagt.

Peter Brotschi
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Eine F/A 18 Hornet trainierte am Freitag ihr Solo Display über dem Flughafen Grenchen fürs Heliweekend - hier in Rückenlage. Training F/A 18 Hornet Solo Display über dem Flughafen Grenchen fürs Heliweekend
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F/A 18 Hornet Solo Display Training Heliweekend
 Im senkrechten Steigflug.
 Der Jet fliegt langsam in einem steilen Anstellwinkel über den Flughafen.
 Volle Beschleunigung steil nach oben.
 Der Kampfjet kann sehr enge Kurven fliegen.
 Schneller Vorbeiflug.
 Zum Abschluss des Displays verabschiedet sich der Pilot mit ausgefahrenem Fahrwerk und "winkt" mit seiner Maschine

Eine F/A 18 Hornet trainierte am Freitag ihr Solo Display über dem Flughafen Grenchen fürs Heliweekend - hier in Rückenlage. Training F/A 18 Hornet Solo Display über dem Flughafen Grenchen fürs Heliweekend

Oliver Menge

Punktgenau um 14.00 Uhr preschte Hauptmann Nicolas «Vincent» Rossier mit dem F/A-18 Hornet über den Grenchner Flughafen. Der 36-jährige Militärpilot der Fliegerstaffel 17 trainierte für die Vorführung an der mia und am Heliweekend. Am fast wolkenlosen Himmel holte er alles aus der «Hornisse» heraus, was die beiden General Electric Turbofans hergaben.

«Das ist sehr eindrücklich gewesen», sagte Thomas Hägeli nach der Vorführung. Der Grenchner war mit seiner Familie und Freunden zum Flughafen gekommen, um zum ersten Mal in seinem Leben eine F/A-18-Demo zu sehen. «Für mich ist beeindruckend, wie Mensch und Technik zusammen so etwas bieten können.» Hägeli und Militärpilot Rossier waren noch Knaben gewesen, als das Schweizer Stimmvolk am 3. Juni 1993 mit rund 57% die GSoA-Initiative ablehnte und den Kauf der 34 F/A-18 möglich machte. Seither ist das Flugzeug aus dem Hause McDonnell Douglas (heute Boeing) die Speerspitze der Schweizer Armee. Im Moment fliegen noch 30 Hornets, vier sind abgestürzt. Die Maschinen stehen bei der Fliegerstaffel 11 in Meiringen sowie bei den Staffel 17 und 18 in Payerne im Einsatz. Die drei Staffeln stellen die Luftpolizei über der Schweiz sicher, die demnächst auf einen 24-Stunden-Dienst ausgebaut wird. Der Nachtflug wurde lange in Norwegen trainiert, seit letztem Jahr werden diese Kampagnen im schottischen Lossiemouth durchgeführt.

Bereits am Mittwoch hat das PC-7-Team trainiert sowie der Super Puma. Beide kamen am Nachmittag zum Einsatz. Das Team mit den neun Trainingsflugzeugen Pilatus PC-7 hat in den 30 Jahren seiner Existenz eine unglaublich schöne Choreografie entwickelt. Leader der Formation ist Hauptmann Cyril «Johnny» Johner. Mit den Unterteams, die sich im Verlaufe der Vorführung ablösen, gibt es für die Zuschauer fast keine Atempause. Höhepunkt ist der gemeinsame Vorbeiflug der Pilatus-Maschinen mit dem Super Puma in ihrer Mitte.

Abgerundet werden die militärischen Vorführungen durch Absprünge der Fallschirmaufklärer Kompanie 17. Wie die Piloten in den Flugzeugen dürften auch etliche dieser militärischen Fallschirmspringer die vordienstlichen Sphair-Kurse der Luftwaffe in Grenchen besucht haben.

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