Flughafen Grenchen
Schweizer Flugplätze ächzen unter den vielen Regulierungen

In Grenchen referierte Peter Müller, Direktor des Bundesamtes für Zivilluftfahrt. Er liess durchblicken, dass man seitens des Bundesamtes die Bewilligungstypen für Flughäfen differenzierter ausgestalten möchte. Der Verband reagiert mit Skepsis.

Kaspar Haupt
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Das Bundesamt für Zivilluftfahrt möchte die Bewilligungstypen für Flughäfen etwas differenzierter ausgestalten. (Symbolbild)

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt möchte die Bewilligungstypen für Flughäfen etwas differenzierter ausgestalten. (Symbolbild)

Hanspeter Bärtschi

Schweizer Flugplätze Obwohl meist durch private Initiative entstanden, hat sich die öffentliche Hand beim Ausbau der Flughafeninfrastruktur immer wieder engagiert. «Doch Flugplatz ist nicht gleich Flugplatz», sagte Peter Müller, Direktor des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL), anlässlich der Generalversammlung des Verbandes Schweizer Flugplätze im Airport Grenchen.

Bewilligungstypen differenzierter ausgestatten

«Betrachtet man die Flugplätze von ihrer Funktion her, können sie, von den Landesflughäfen absehen, in Regionalflugplätze, Flugfelder und Heliports unterteilt werden», meinte Müller. Sie dienen der Geschäftsfliegerei und der Ausbildung. Derzeit überlege man sich im BAZL, so Müller, ob nicht die Bewilligungstypen für die verschiedenen Flughäfen etwas differenzierter ausgestattet werden müssen. «Uns geht es dabei nicht darum, den Flugplätzen zusätzliche Vorschriften zu machen, sondern sie sollen vielmehr nur so weit reguliert werden, wie es für den jeweiligen Betrieb nötig ist.» Doch die Skepsis gegenüber Regulierungen ist ein Thema, das den Verband beschäftigt. Wie Peter Müller jedoch betonte, ist vorgesehen, dass Flugplätze Wahlmöglichkeit bei der Ausstattung ihrer Flugsicherungsinfrastruktur erhalten sollen. Zweckmässig könnte es indes doch sein, verschiedene Optionen zu skizzieren, wie die Flugplatzlandschaft Schweiz künftig den aviatischen Bedürfnissen am besten Rechnung tragen kann.

Auf das Referat angesprochen, antwortete Airportmanager Ernest Oggier: «Für geht es darum, dass wir den Status Flughafen Grenchen behalten. Wir haben eine intakte Infrastruktur und sind auch Umweltproblemen gegenüber aufgeschlossen. Der Flughafen werde in den nächsten Jahrzehnten den aviatischen Verkehr auf nachhaltige Art bewältigen.

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