Grenchen
schweiz.bewegt: Die Stadt Grenchen erreicht den zweiten Rang

Die Stadt Grenchen landet beim Gemeindeduell auf dem 2. Platz, knapp hinter Bulle. Ein Erfolg für die Organisatoren, die auf eine Neuauflage 2013 hoffen.

Oliver Menge
Merken
Drucken
Teilen
Boris Banga hält die Eröffnungsrede
7 Bilder
Start von «Grenchen.bewegt»
Auch Zuschauer sind da.
Karate
Üben an der Kletterwand

Boris Banga hält die Eröffnungsrede

Isabel Mäder

Grenchen hat Anfang Mai seine Bevölkerung mobilisiert. Das Organisationskomitee gab alles, um die Bevölkerung dazu zu animieren, möglichst viele Bewegungsstunden zu realisieren. Zwar hatte man im direkten Vergleich mit der Duell-Gemeinde Brig den Kürzeren gezogen, aber man wusste, dass es bei der Rangierung nicht auf das reine Punkteresultat ankommt, sondern auf die Umsetzung eines Konzepts, das ein umfangreiches und nachhaltiges Bewegungsangebot für Gross und Klein, Jung und Alt beinhaltet.

Dossier Grenchen überzeugte

Die Organisatoren waren von «schweiz.bewegt» aufgefordert worden, ein Dossier einzureichen, in dem die gesamten Aktivitäten festgehalten wurden. Neben den reinen Bewegungspunkten wurden auch die verschiedenen Disziplinen wie das Ernährungskonzept, der Flashmob und das «Nachhaltigkeitskonzept» der Gesamtveranstaltung bewertet.

Die Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Präventionspartners «Suva», des Bundesamts für Sport «Baspo» und der Projektleitung «schweiz.bewegt», fand das Dossier Grenchens überzeugend, und so landete Grenchen auf dem ausgezeichneten 2. Rang. Die Stadt erhält einen Preis von 5000 Franken, die zweckgebunden im Rahmen von Massnahmen zur allgemeinen Sport- und Bewegungsförderung verwendet werden sollen.

Gerd Frera vom Organisationskomitee ist hocherfreut über das gute Abschneiden Grenchens. «Ein super Ergebnis für alle Grenchnerinnen und Grenchner, die am Event teilgenommen und für die, die sich dafür starkgemacht haben, es zu organisieren und durchzuführen.»

«Grenchen.bewegt» auch 2013?

Nun hofft man im Organisationskomitee darauf, dass die Stadt Grenchen auch nächstes Jahr wieder bei «schweiz.bewegt» teilnimmt. Die Einladung durch Coop und Suva ist bereits ausgesprochen worden.

Die Entscheidung, ob Grenchen den Event auch nächstes Jahr durchführt, fällt allerdings die Stadtverwaltung, und von dort sei bis jetzt keine brauchbare Reaktion gekommen, meint das Organisationskomitee. Im Gegenteil: Man habe den Eindruck, dass sich das Standortmarketing «mit allen Mitteln gegen eine lokale Grenchner Erfolgsstory stellt», heisst es in einem Schreiben des OK. Andere Gemeinden hätten bereits angefragt, ob sie die Erfahrung und die Power, die offensichtlich in der Organisation «Grenchen.bewegt» vorhanden seien, nicht für sich nutzen könnten.

Barbara Pestalozzi Kohler, Leiterin Standortmarketing Kultur und Sport, freut sich ebenfalls über das gute Abschneiden: «Es ist schön, dass Grenchen einen so guten Schlussrang erreicht hat. Aber zum jetzigen Zeitpunkt ist es noch zu früh, die Teilnahme und die Rahmenbedingungen für nächstes Jahr festzulegen.» Zuerst brauche es eine Schlussbesprechung des Events 2012, das habe sie dem Organisationskomitee so mitgeteilt. Ein Termin für diese Besprechung sei noch nicht festgelegt worden.

«Gutes und spannendes Projekt»

Dass das Organisationskomitee ihr unterstelle, sich gegen eine weitere Teilnahme zu wehren, weist Pestalozzi Kohler entschieden zurück: «Ich finde das ein gutes und spannendes Projekt und bringe den Organisatorinnen und Organisatoren grosse Wertschätzung entgegen. Und wenn wir gewisse Dinge angeschaut und besprochen haben und zum Schluss kommen, dass der Event auch nächstes Jahr sinnvoll realisierbar ist, besteht eine grosse Chance, dass Grenchen auch 2013 wieder teilnimmt.»

Auch die Nachbarsgemeinden Lengnau und Pieterlen schafften es unter die ersten 14 der insgesamt 186 Gemeinden, die an der Aktion teilgenommen hatten: Lengnau landete auf dem guten 4. Platz, Pieterlen schaffte es auf Rang 12. Sie erhalten 1000 respektive 500 Franken Preisgeld.