Über die Jahre hinweg hat sich eingebürgert, dass die Jüngsten schon vor dem Klingeln des Weckers auf den Beinen sind und den Sporttag kaum erwarten können. Je älter sie werden, desto kleiner sei die Vorfreude – sagen sie zumindest. Doch wenn man in ihre Gesichter schaute, so strahlten am Samstag wirklich alle.

Ums Siegen allein gings aber keineswegs. Das ist nur ein kleiner Teil des traditionellen Anlasses. Vielmehr geht es um das Zusammensein. Genau das schätzt Doris Walker-Huber, Präsidentin des Organisationskomitees. Man trifft wieder einmal auf bekannte Gesichter, verbringt den Tag zusammen und ist ein Teil von all dem. Genau das sollen auch schon die Kindergartenkinder zu spüren bekommen. «Wir sind eine Einheit, ein Teil der Gesellschaft. Eltern, Lehrer, Schüler – alle sollen einen freudigen Tag verbringen», so Walker-Huber. Vor der Freude herrschte aber die Nervosität: «Gspür mou, wie fescht mis Härz schloht!», meinte ein Nachwuchsathlet kurz vor dem Startsignal zu seinem eigentlichen Gegner. «Mis au!»

Ein Wort, das bei den Besuchern immer wieder fiel, war «Dorffest». Der Sporttag ist nämlich viel mehr, als nur ein Wettkampf: Er verbindet Menschen. Alle jubeln mit und feuern ihre Favoriten an, von den kleinen Gschwüschterti bis zu den Grosseltern. Acht Bettlacher Vereine haben diesen Sommer wieder mitgeholfen, um den Tag für die Kids so unvergesslich wie möglich zu gestalten.

Schulsporttag Bettlach 2018

Schulsporttag Bettlach 2018

Springen, werfen rennen. Die Schulkinder aus Bettlach holten das letzte aus sich raus.

Walker-Huber ist stolz auf die Leistungen der Vereine. Alle wissen genau, was sie zu tun haben und kümmern sich selbstständig darum. Nur dank dieser Zuverlässigkeit sind genaue Messungen, Verpflegung, Verarztung und Spass garantiert. Alles wichtige Punkte, gerade das Essen und Trinken, vor allem bei Temperaturen über 30 Grad. Denn der Tag ist nicht ohne. Die Ersten starteten bereits um 8 Uhr morgens mit einer von den drei Disziplinen: 60m-Lauf, Weitsprung und Ballwerfen. Die Kindergartenkids bewiesen sich etwas später im 50m-Sprint, Sackhüpfen, Ballzielwerfen und Standweitsprung.

Damit war der Tag aber noch lange nicht vorbei. Vom Mittag an organisierte die Pfadi den Spielplausch. Die freiwilligen Teilnehmer sollten sich hier nicht nur sportlich, sondern auch in Sachen Geschicklichkeit beweisen. Wer also beim Weitsprung blöderweise übertreten oder beim Sprint einen schlechten Start hatte, konnte sich am Nachmittag immer noch den Sieg sichern. Ebenfalls zur Tradition gehörte natürlich – zu WM-Zeiten sowieso – das Fussballturnier. In vier Kategorien verwandelten sich die Kinder in kleine Shaqiris und dribbelten über den Platz.

Als letzter Anlass vor den Sommerferien konnte der Sporttag wieder einmal brillieren. Ob man nun einen Platz auf dem Stägeli ergattern konnte oder nicht: Gewinner waren sie alle. Die Athleten, weil sie vollen Einsatz gezeigt und alles gegeben haben. Die Helfer, weil sie jedem Anwesenden einen wunderbaren Tag beschert haben.