Am Bettlacher Schulsportfest vom Samstag begeisterten das Prachtwetter, die sportlichen Highlights und das Engagement von Vereinen und Lehrerschaft gleichermassen. Das Korbballturnier in der Mehrzweckhalle verfolgten zahlreiche Eltern vom Spielfeldrand oder vom 1. Stock aus. «Keine Panik, beobachten und spielen», ruft jemand ins Feld. Gelungene Spielzüge ernten Applaus. Die Teams mit Namen wie «Cats and Dogs» oder «Lakers» legen sich ins Zeug. Es ist heiss. «Bisher haben wir 300 Liter Tee abgegeben», erzählt Hugo Fuhrer von der Zähnteschür-
Chuchi. Eine im Freien rieselnde Dusche wird rege benutzt. Kinder füllen Wasser in Trinkflaschen und bespritzen sich genüsslich.

Kinder warfen gerne Stiefel

Die «Blitzmäuse» führen bereits 1:0. Jonas im Tor wehrt mutig einen hart getretenen Schuss ab. Daniela Kälin beobachtet ihren Sohn Nico, der beim Fussballturnier mittut. Verschwitzt verfolgt Sophie Werthmüller den Spielverlauf. Sie ist Mitglied einer Equipe vom Schulhaus Einschlag und hat für ihre Mannschaft gar ein Tor geschossen. Als Speaker amtet Schulleiter Didi Schoch. «Die Bettlacher pflegen besondere Beziehungen zum Wettergott», sagt er schmunzelnd und schaut zur Wandfluh. Der Plauschwettbewerb der Pfadi beinhaltet viel Spass. Das Stiefelwerfen und der knifflige Wassertransport kommen bei den Kindern gut an.

Die Kindergartenolympiade zieht und der UBS Kids Cup mit Weitsprung, Ballwerfen und Schnelllauf ist ein Renner. Über 370 Schüler machten mit. Dem Sieger pro Jahrgang winkt im August der kantonale Final. Wer sich dort durchsetzt, darf sich später im Letzigrund mit den Besten der Schweiz messen. Die besten Sprintresultate in der jeweiligen Kategorie berechtigen zum Final «Schnellster Bettlacher». Der Chef des Organisationskomitees, Hans Köhli, präsentiert eine Chronik, welche die Geschichte der Schweizerischen Nachwuchswettkämpfe und dem Sporttag dokumentiert. Das Schulsportfest ist 1987 erstmals in dieser Form durchgeführt worden. Neben der Zähnteschür-Chuchi sind Turnverein, Musikgesellschaft, Krachwanzä, Motoclub Hotweels, Fussballclub, Pfadi, die Lehrerschaft und der Spitex-Verein im Einsatz.

Die Traube der Kinder am Speaker-Tisch wird grösser. Gespannt warten Kids auf die Bekanntgabe der Teilnehmer der Finalläufe. Exakt nach Zeitplan starten die Qualifizierten am Sprintfinal um die Ehre des schnellsten Bettlachers. «Rückstand am Start und trotzdem gewonnen», staunt ein älterer Zuschauer. Atemlos schätzt Silas Seeberger seine Zeit nach Zielankunft. «9.29», vermutet er. Tatsächlich waren es nur neun Sekunden und 11 Hundertstel. Der 5.-Klässler hat fast einen Meter Vorsprung auf seine Konkurrenten herausgeholt und gewann in seiner Kategorie den Titel. Die absolut schnellste Zeit erzielte Onur Özkul mit Jahrgang 1996.