Wintersport

Schnee hat es auf dem Grenchenberg noch mehr als genug

Ein Erlebnis: Nachtskifahren auf dem verschneiten Grenchenberg.

Ein Erlebnis: Nachtskifahren auf dem verschneiten Grenchenberg.

Wer gegenwärtig auf den Grenchner Hausberg pilgert, wird sich einer weiten Schneelandschaft gegenübersehen. Dreissig bis sechzig Zentimeter beträgt die Höhe der Schneedecke.

Die Schneeverhältnisse könnten für die Sportferien besser nicht sein, doch dafür machte das Wetter und die Kälte in der ersten Sportwoche zu schaffen. «Der grosse Andrang blieb aus», erklärt Betriebsleiter Tobias Freudiger, dies auch am Samstag, dem sonnigsten Tag der Woche.

«Am Morgen hing noch Nebel, sodass sich sicher die meisten Spontanbesucher für ein anderes Tagesprogramm entschieden», vermutet Freudiger. «Dazu kommt, dass in der ersten Woche wohl auch viele in die Sportferien gefahren sind.» Man setze nun auf die zweite Woche, für die der Wetterbericht mehrheitlich Sonnenschein und angenehme Wintertemperaturen voraussagt.

Schneeschuhe sind Trumpf

Trotz des durchzogenen Wetters und teils stärkerem Schneefall zog es täglich doch so einige Wintersportler letzte Woche auf den Berg, wie eine Umfrage dieser Zeitung zeigte. Am Sonntag waren bereits im ersten Bus um neun Uhr praktisch alle Plätze besetzt. Von Schlitten, Schneeschuhen Ski und Snowboard war alles vertreten. Dort sass auch Hans-Ruedi Kronenberg, ein Schneeschuhwanderer. So oft wie möglich geht er dieser Sportart nach, dies allein oder mit Freunden. «Es gab einen Winter, da war ich sicher vierzig Mal Schneeschuhwandern», beschreibt der pensionierte Grenchner. 

Die Route ist jeweils spontan. «Erst im Bus entscheide ich mich, wo ich aussteige.» Er schätzt das Busangebot in den Sportwochen. Wenn Schnee liege, sei er fast jeden Tag oben. «Schneeschuhwandern ist Erholung pur.» Er lacht. «Aber es gehört natürlich auch das Einkehren mit interessanten Unterhaltungen dazu.» Man verabschiedet sich auf dem Untergrenchenberg, wo Kronenberg seine Schneeschuhe installiert, und gemütlich loszieht. Bei der Endstation steigt unter anderem der vierzehnjährige Xaver Egloff auf seine Ski. Erst am Samstag sei er aus den Skiferien zurückgekehrt. «Heute bin ich allein unterwegs.» Das Wetter spiele für ihn keine Rolle, er liebe Skifahren. «Die Pisten hier sind schön präpariert.»

Neue Sportart lernen

Noch beim Auto stehen Christine Jeanrenaut und René Daumüller mit ihrer Tochter Anja, die gleich zum ersten Mal aufs Snowboard steigen wird. Sie schätzen den Hausberg. «Es ist sehr nah gelegen und es ist praktisch, wenn man eine neue Wintersportart ausprobieren will», findet Jeanrenaut.

Die junge Erwachsene Céline Schär aus Selzach ist punkt 10 Uhr bereits mit ihrer Familie am Trainieren. Sie stammt aus einer Sportlerfamilie, denn Vater Urs fuhr Regionalrennen, der Bruder ist Kunstturner. Céline selber nimmt an Fis-Rennen teil, doch eine Verletzung hinderte sie diese Saison bisher an einer Teilnahme. In den Skiferien von vergangener Woche hat die Uhrmacherlehrtochter an ihrer Technik gefeilt. Am Wochenende und beim Nachtskifahren wird sie sich nun weiter vorbereiten. «So kann ich vielleicht noch an einem Rennen im Frühling teilnehmen.»

Im Restaurant Untergrenchenberg sind die meisten Tische noch vor Mittag belegt. Auch Alberto Colaci hat sich für eine kurze Verschnaufpause niedergelassen. Sein Vorhaben: Skifahren. «Im Winter gehe ich wann immer möglich in den Schnee. Ich erklimme auch immer wieder mit meinem Fahrrad im Sommer und Winter den Hausberg, auch wenn es viel Schnee hat.» Als Beweis zeigt er begeistert Fotos auf seinem Handy vor. Kein Wunder also kennt er die hiesigen Velowege praktisch auswendig. In diesem Moment betritt angehende Snowboarderin Anja mit ihren Eltern die Beiz. Wie sie verrät: Die ersten Versuche mit dem Snowboard sind gelungen.

Öffnungszeiten Skilift noch heute Donnerstag und morgen 12–16.30 Uhr, sowie Sonntag 10– 16.30 Uhr. Danach jeweils wieder Samstag und Sonntag; Nachtskifahren Mittwoch und Freitag 18.30–21.00 Uhr. Saisonende 15. März.

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