Der 1992 gegründete Verein Wohnheim Schmelzi erwarb 1994 die Liegenschaft Schmelzistrasse 21 in Grenchen (Grimm Villa). Nach einer Totalrenovation wurde das Wohnheim im Januar 1996 mit einem Angebot von 16 Wohnplätzen in Betrieb genommen. Die stetige Nachfrage für Wohnheimplätze veranlasste den Verein im Jahre 2007, einen Erweiterungsbau zu realisieren.

So wurde das Platzangebot im Wohnbereich auf 65 Plätze ausgebaut sowie eine Tagesstätte mit 40 Plätzen geschaffen. Im Jahr 2011 wurde der Verein aufgelöst und in eine neu gegründete «Stiftung Schmelzi» überführt. Aktuell bestehen 100 stationäre Wohnplätze für Menschen mit einer psychosozialen Einschränkung, 70 Plätze in der ambulanten Wohnbegleitung, 100 Plätze in den Tagesstätten und 5 geschützte Arbeitsplätze.

Die Geschichte der Schmelzi wurde im Wesentlichen von den zwei Personen geprägt, die anlässlich einer kleinen Feier im Restaurant Airport verabschiedet wurden: Lukas Bäumle und Beat Schmid. Beide waren seit der Gründung mit dabei. Beat Schmid war immer der «Baumensch», sei es als Mitglied der Baukommission im Verein, als Vorstandsmitglied, der die diversen Um- und insbesondere den Neubau verantwortete und als Stiftungsrat ab 2011 für die Erweiterung und die damit verbundenen Ankäufe und Anmietungen mitverantwortlich zeichnete. Schmid zeichnete sich stets als treibende Kraft aus, entscheidungsfreudig und kompetent.

Auch Lukas Bäumle, langjähriger Vereins- und später Stiftungspräsident, sorgte mit seinem immerwährenden Engagement für den Erfolg und das Wachstum der Schmelzi: 1996 wurde Bäumle Präsident des Vereinsvorstands. Viele Projekte und ein stetiger Ausbau begleiten ihn die nächsten Jahre. 2006 beschliesst man den Bau des Neubaus und im Jahr 2011 wird unter seiner Führung der Verein aufgelöst und in die Stiftung Schmelzi überführt, deren Präsidium Bäumle übernimmt. Im selben Jahr erwirbt die Stiftung die Liegenschaft Wyssbächli. 2014 übernimmt die Stiftung Schmelzi die Lingerie im «Sunnepark» und die Wohngemeinschaft Lichtblick in Zuchwil.

2016 feierte man das grosse Jubiläum der Schmelzi mit einem grossen Fest. Anlässlich des traditionellen «Flohmis» überreichte an einem Festakt in Anwesenheit von Regierungsrat Peter Gomm, Stadtpräsident François Scheidegger Fraisa-Chef Josef Maushart der Stiftung einen namhaften Betrag. Am Abend wurde das Fest mit Konzerten und Bankett weitergeführt. Weitere Anlässe prägen das Jubiläumsjahr.

Nach 23 Jahren gibt Bäumle nun sein Amt als Stiftungspräsident ab. Sein Nachfolger, der Grenchner Treuhänder Roger Rossier, hat das Amt offiziell schon im Sommer übernommen. «Wir verlassen die Schmelzi mit einem lachenden und einem weinenden Auge», sagte Beat Schmid. Das gelte auch für ihn, meinte Lukas Bäumle. «Aber der Wechsel kommt zur rechten Zeit, zumal auch der jetzige Institutionsleiter Guido Studer, der mit mir zusammen den Anfang erlebt hat, im nächsten Jahr auch pensioniert wird und neue Kräfte das Ruder übernehmen», sagte Bäumle. Mit Roger Rossier trete auch eine Person seine Nachfolge an, in die er vollstes Vertrauen habe.