Grenchen

Schluss nach 25 Jahren: Jetzt sind die letzten «Sperisen-Bäume» im Verkauf

Heidi und Peter Sperisen verkaufen zum letzten Mal Weihnachtsbäume.

Heidi und Peter Sperisen verkaufen zum letzten Mal Weihnachtsbäume.

Der bekannte Grenchner Weihnachtsbaum-Produzent Sperisen hört nach 25 Jahren auf. Seine Nachfolge ist geregelt.

Wer in Grenchen und Umgebung Weihnachtsbaum sagt, der denkt zuerst an einen echten Weihnachtsbaum, einen aus dem Betrieb von Peter und Heidi Sperisen in Staad. Seit 25 Jahren versorgten die beiden die Region mit dem wichtigsten Accessoire für eine schöne Adventszeit. Doch damit ist bald Schluss. Auf dem Gelände ihres Hofes findet in diesen Tagen der letzte Weihnachtsbaumverkauf statt. Das beliebte «Lädeli» von Heidi Sperisen hatte schon vor einem Jahr zum letzten Mal geöffnet.

Altershalber gibt Peter Sperisen (68) das Geschäft auf. «Ich muss auch etwas auf meine Gesundheit achten», meint er, als wir ihn und Heidi Sperisen auf dem Verkaufsareal seines Hofes treffen. Es sei jetzt an der Zeit kürzer zu treten und die Geschäfte in jüngere Hände zu übergeben. Es wurde ein Nachfolger gesucht und auch gefunden. Es sind dies Stefan und Monika Aeschbacher aus Grossaffoltern, welche die Weihnachtsbaum-Kulturen und auch den vorweihnachtlichen Verkauf übernehmen.

Ab 2020 auf dem Badiparkplatz

Dieser wird ab dem Jahr 2020 neu auf dem Badiparkplatz Ost durchgeführt. Aeschbachers sind ebenfalls schon seit über 20 Jahren im Weihnachtsbaum-Geschäft. Man kennt sich in der «IG Swiss Christbaum», spricht miteinander und kommt so auf naheliegende (Nachfolge-)Lösungen.

Auf dem Verkaufsgelände in Staad sieht an diesem sonnigen Dienstagmorgen noch alles wie immer aus. Kundinnen und Kunden fahren vor, um sich einen Weihnachtsbaum ihres Geschmacks auszuwählen.
2,93 Meter misst die stattliche Nordmanntanne, für welche sich ein Kunde entschieden hat. «Da werde ich ein Loch in die Decke sägen müssen», meint der Mann grinsend.

Die Blaufichte liebt den Witiboden

Wahrscheinlich dürfte eher der Baum getrimmt werden. Doch jetzt wird er erstmals verpackt, mit dem elastischen Plastiknetz, in dem man heutzutage die Bäume transportfähig macht. «Nordmanntannen sind heute schon die gefragtesten Gewächse», erklärt Sperisen. Obwohl man bei ihm auch Rot- und Weisstannen, Blaufichten und Korktannen erhält. Letztere zeichnen sich durch relativ weiche, geschmeidige Nadeln aus, die kaum piksen. «Sie sind aber aufwendig in der Aufzucht und werden nicht ganz so buschig, wie die Nordmanntannen», weiss der Fachmann.

Der Witiboden sei vor allem für die Blaufichte gut geeignet, enthalte für die Nordmanntanne eigentlich zu wenig Säure. Überhaupt braucht es für die Baumaufzucht ein gehöriges Fachwissen, das sich Sperisens in den letzten 25 Jahren angeeignet haben. Auf ihren verschiedenen Plantagen in Grenchen und Umgebung werden ca.15 cm grosse Setzlinge angepflanzt und sind je nach Sorte ab 5 bis 8 Jahren erntereif. Auf einer Hektare können 5000–6000 Bäume wachsen. Bis zu 20 Helferinnen und Helfer waren jeweils während der Ernte- und Verkaufszeit im Einsatz.

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